| Sonntag, den 19. Februar 2012 um 11:01 Uhr |
| s.Oliver Baskets festigen fünften Tabellenplatz |
| Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr) |
![]() Mit einem unerwartet deutlichen 72:54 (32:28)-Erfolg über den direkten Konkurrenten New Yorker Phantoms Braunschweig haben die s.Oliver Baskets einen großen Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit führte Würzburgs Chris Kramer, der 14 seiner 19 Punkte nach dem Seitenwechsel erzielte, sein Team in der ausverkauften s.Oliver Arena zum Sieg. Durch den hohen Erfolg konnte der Aufsteiger nach der Hinspielniederlage mit 15 Punkten Differenz auch den direkten Vergleich für sich entscheiden. „Zuallererst wollten wir heute gewinnen. In der zweiten Hälfte hatten wir dann aber das Momentum auf unserer Seite. Chris Kramer ist im letzten Viertel richtig heiß gelaufen. Also haben wir ihm immer wieder den Ball gegeben und er hat weiter für uns gepunktet“, fasste Baskets-Kapitän Ben Jacobson zusammen. „Als wir dann mit 14 Punkten vorne waren, wurde uns klar, dass wir den direkten Vergleich doch noch gewinnen können.“ Wie schon am Mittwoch gegen Bayreuth erwischten die Unterfranken den besseren Start. Mit seinem Treffer zum 12:2 sorgte Center Jason Boone schon nach fünf Minuten für die erste zweistellige Führung. Doch Immanuel McElroy und Kyle Visser hielten die Phantoms bis zur Halbzeitpause im Spiel. Offensichtlich steckte dem Team von Trainer Sebastian Machowski aber noch der Overtime-Pokal-Krimi gegen ALBA Berlin in den Knochen. Denn mit zunehmender Spieldauer wirkte der TOP4-Teilnehmer immer überforderter. So dauerte es im dritten Viertel ganze sechs Minuten, bis dem Team von der Oker die ersten Punkte in diesem Abschnitt gelangen. Der Tabellenfünfte vom Main hatte diese Schwächephase derweil ausgenutzt, um sich vorentscheidend mit 41:28 abzusetzen. Theis verkürzt Phantoms-Rückstand auf vier Zähler Bezeichnenderweise war es dann der Juniorennationalspieler Daniel Theis, der bei den Niedersachsen die Verantwortung übernahm. Innerhalb der letzten vier Minuten des dritten Viertels erzielte Theis neun Punkte und verkürzte damit zur Viertelpause auf 39:43 aus Gäste-Sicht. Die letzten zehn Spielminuten wurden dann allerdings zur “Chris-Kramer-Show“. „Wir hatten etwas Probleme, offene Würfe zu bekommen. Mit dem Zug zum Korb ist es mir einige Male gelungen zu punkten oder an die Freiwurflinie zu gehen. Deshalb habe ich versucht, diesen Vorteil so gut es ging auszunutzen. Meine Mitspieler haben mich dann auch immer wieder mit guten Pässen und Screens in Position gebracht“, erklärte der Mann des Tages nach der Partie. „Das war heute aber dennoch ein absoluter Teamerfolg. Rob Tomaszek war heute beispielsweise richtig gut. Als Jason Boone Foulprobleme bekam, war er zur Stelle und hat ein großes Spiel gemacht.“ Für Gästetrainer Sebastian Machowski lag der Hauptgrund für die Niederlage in der schlechten Trefferquote seiner Spieler: „Wir haben es zu keinem Zeitpunkt des Spiels verstanden, auf die aggressive Spielweise der Würzburger so einzugehen, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir haben viele offene Würfe herausgespielt, aber nicht getroffen. Und auch von der Freiwurflinie haben wir zu viele Punkte liegen lassen. Am Ende haben wir im vierten Viertel das Spiel komplett aufgegeben und das darf natürlich nicht passieren.“ Harris nicht in der Halle Für etwas Verwirrung am Rande des Spiels sorgte das Fehlen von Ricky Harris. Der Topscorer der s.Oliver Baskets war wie schon gegen Bayreuth als überzähliger Ausländer vor der Begegnung aus dem Kader gestrichen worden. Doch erstmals verfolgte er die Partie nicht in der Halle. „Ricky ist ein sehr talentierter Offensivspieler, aber man hat gesehen, die Mannschaft hat sehr gut verteidigt. Jermaine Bucknor hat auch nicht gespielt, aber das war meine Entscheidung. Am Ende haben weder Jermaine noch Ricky gespielt, aber im Training sind sie wieder dabei“, versuchte Trainer John Patrick die Situation aufzuklären. s.Oliver Baskets: Kramer (19), Tomaszek (10), Little (8), Elliott (8), Jacobson (7), Frazier (6), Boone (6), Kleber (5), King (3) New Yorker Phantoms Braunschweig: Visser (10), Theis (9), McElroy (8), Jorovic (7), Mittmann (6), Milosevic (6), Kulawick (3), Melzer (3), Umeh (2), Greer, Schröder Ausführliches Scouting |