| Dienstag, den 02. November 2010 um 20:50 Uhr |
| “Am Saisonziel ändert sich nichts“ |
| Von Patrick Wötzel |
Drei Worte von Jochen Bähr genügten, um die Anhänger der s.Oliver Baskets nach dem Sieg gegen den FC Bayern München in ohrenbetäubenden Jubel ausbrechen zu lassen: „Ivan Elliott bleibt“, sagte der Baskets-Geschäftsführer. Ob die Weiterverpflichtung Elliotts und der Erfolg vom Wochenende Einfluss auf die Ausrichtung des Clubs haben, beantworteten Bähr und sein Co-Geschäftsführer Klaus Heuberger in einem kurzen Interview.![]() Trotz ihres tief besetzten Kaders und guten Saisonstarts bleiben die s.Oliver Baskets auf dem Boden. Foto: Gerd Ulherr Jochen Bähr: „Nein, dabei denken wir zunächst an die Mannschaft, die mittlerweile über viele Wochen verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren hat. Auf den Positionen drei und vier ist es nach wie vor so, dass Michael Fleischmann noch die Wettkampfpraxis fehlt und Frieder Diestelhorst die Vorbereitung nicht absolvieren konnte und somit auch noch einige Zeit brauchen wird, bis er seinen Rhythmus gefunden hat. Auch Dimitry McDuffie ist immer wieder von kleineren Blessuren geplagt. Ivan ist gut drauf, hat sich bestens ins Team integriert, wollte gern bleiben und ist uns auch finanziell entgegen gekommen. Deshalb haben wir ihn verpflichtet.“ Trotzdem dürfte diese Personalie zu noch höheren Ansprüchen aus dem Umfeld führen... Klaus Heuberger: „Das kann sein, für uns intern ändert sich aber nichts. Wir haben bisher gezeigt, dass wir mit den Topteams mithalten können. Das Saisonziel bleibt, auch nach dem Sieg gegen die Bayern: So gut wie möglich mitspielen, am besten um Platz sechs oder besser. Und falls einer der beiden Top-Plätze erreichbar wäre, würden wir sicher nicht anfangen, absichtlich zu verlieren. Ein 'Muss' ist das jedoch – mit oder ohne Ivan – nicht.“ Die Mitkonkurrenten trauen den s. Oliver Baskets einen Aufstiegsplatz durchaus schon in dieser Saison zu, spätestens nach dem begeisternden Basketballabend gegen den FC Bayern München... Klaus Heuberger: „Wirtschaftlich und organisatorisch sind wir sicherlich schon einen Schritt weiter, aber sportlich ist es dorthin noch ein sehr weiter Weg, die Saison ist noch lang. Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und freuen uns jetzt erst einmal auf das Duell mit dem Tabellenführer in Osnabrück. Sollten wir gegen Ende der Saison immer noch in Reichweite der Aufstiegsplätze sein, würden wir diese Chance natürlich nicht sehenden Auges verstreichen lassen.“ Auch wenn es für Trainerteam und Spieler keinen Aufstiegsdruck gibt, so wächst mit der Verpflichtung von Ivan Elliott aber der Konkurrenzdruck innerhalb der Mannschaft... Jochen Bähr: „Sicher, mit Ivan und nach dem Comeback von Danny Cioffi werden wir dann 13 fast gleichwertige Spieler im Kader haben. Wir sehen das aber auch als Bewährungsprobe für jeden Einzelnen: Es wird sich zeigen, wer mit der Konkurrenzsituation umgehen kann, wer leistungsbereit ist und wer sich für anspruchsvollere Aufgaben empfehlen kann. Diese Spieler würden wir dann auch gerne weiterverpflichten.“ |