| Dienstag, den 06. April 2010 um 12:46 Uhr |
| Nach erneuter Niederlage gerät Platz fünf in Gefahr |
| Von Andrea Raithel |
So hatte sich der Nürnberger Basketball Club den Auftakt in den Saisonendspurt gewiss nicht vorgestellt: In einer intensiv geführten Partie zogen die von Derrick Taylor trainierten Mittelfranken in Weißenhorn mit 73:79 den Kürzeren. Allen voran US-Boy Calvin Brock und Scharfschütze Cody Töpper hießen die Gründe für die Niederlage des NBC, der nun fürchten muss, vom Aufsteiger auf der Zielgeraden gar noch eingeholt zu werden.![]() Drohen sich um den Lohn ihrer Arbeit zu bringen: Will Chavis und seine Teamkollegen. Foto: Sportfoto Zink In der zweiten Hälfte der Partie zeigte sich in der mit lediglich 150 Zuschauern besetzten Weißenhorner Dreifachhalle ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften waren zwar bemüht, mehr Glück im Abschluss und das Quäntchen mehr an unbedingtem Siegeswillen hatten nun aber Gastgeber. Während Töpper selbst mit “Hand im Gesicht“ seine Würfe versenkte, verfehlten die Bälle der Gäste immer wieder ihr Ziel. Mit 46,2 Prozent Trefferquote waren die Nürnberger laut Statistik zwar treffsicherer als die Gastgeber (41,0), in Zählbares oder gar einen deutlicheren Vorsprung konnten Will Chavis und seine Kollegen dies aber nicht umsetzten. Hauptgründe waren viele Unzulänglichkeiten gegen die nun wechselnde Verteidigung der Gastgeber, eine schwache Reboundarbeit und die fast schon obligatorische Anfälligkeit für Würfe von außen. Nach einem intensiven dritten Viertel (16:16) und einer immer noch bestehenden, wenn auch knappen Vier-Punkte-Führung der Gäste musste die Entscheidung im letzten Spielabschnitt fallen – und auch hier zeigten sich die Weißenhorner wieder etwas konsequenter und willensstärker. Mit 28:18 setzten sich die Schützlinge von Dario Jerkic in den letzten zehn Minuten durch, trotz des Ausfalls ihres Aufbaus Marco Schlafke. Für die Wende sorgte Topscorer Brock: mit einem Alley-Hoop sorgte der US-Boy nicht nur für den ersten ausgeglichenen Spielstand der Partie, sondern auch für die Demoralisierung der Nürnberger, die danach nur noch wenig Erfolgreiches ablieferten und sich in ihr Schicksal fügten. „Wir müssen nun aufpassen, dass uns Weißenhorn von unten nicht noch einmal auf den Pelz rückt. Platz fünf war unser Ziel und das wollen wir nicht verspielen. Am Samstag müssen wir gegen Lich gewinnen. So einfach ist das“, lässt Headcoach Derrick Taylor keinen Zweifel daran, dass sein Team bis zum Ende Vollgas geben wird. „Wir haben uns diesen Platz über die gesamte Saison mehr als verdient. Nun müssen wir die Früchte unserer Arbeit aber auch ernten. Wir dürfen uns durch solche Niederlagen nicht demoralisieren lassen, sondern wir müssen daraus für das kommende Jahr lernen,“ so die Marschroute für die letzten Saisonspiele und der Ausblick auf die neue Saison. BC Scholz Recycling Weißenhorn: Brock (26), Töpper (24), Möbius (13), Miller (8), Schlafke (4), Soyer (2), Waitzinger (2), McCollum Nürnberger Basketball Club: Reile (19), Chavis (13), Louisme (12), Doreth (10), Ides (10), Hagner (5), Ceccotti (2), Ogbe (2), Schröder Ausführliches Scouting |