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Freitag, den 20. Januar 2012 um 15:35 Uhr
Mit Kirchheim noch eine Rechnung offen
Von Niklas Leicht (Foto: Sportfoto Zink)   


Beim Tabellendritten aus Kirchheim will sich der Nürnberger Basketball Club am Sonntag ab 17.00 Uhr für die knappe 80:83-Hinspielniederlage vom Oktober des vergangenen Jahres revanchieren, um weiterhin einen Playoff-Platz behaupten zu können. Nach der Heimniederlage gegen die Gloria GIANTS Düsseldorf (100:103) und dem anschließenden Protest muss die volle Konzentration der Schützlinge von Headcoach Derrick Taylor dem schweren Auswärtsspiel bei den Knights gelten.


„Es war eine ereignisreiche Woche nach dem doch eher unschönen Ende gegen die GIANTS. Natürlich geht das auch an den Spielern nicht einfach so vorbei, doch wir haben schnell den Blick wieder nach vorne gerichtet und uns gut auf die anstehende Partie vorbereitet“, schildert Derrick Taylor den Verlauf der letzten Tage. Ob es bei der Wertung der Partie gegen Düsseldorf bleibt, ist unterdessen noch ungewiss. Über den Protest der Nürnberger wird die Spielleitung aller Voraussicht nach Anfang nächster Woche entschieden. Beim Stande von 100:101 in der Verlängerung hatten die Franken Aubrey Reese bei noch 5,5 Sekunden verbleibender Spielzeit an die Linie geschickt. Dessen erster Freiwurf musste wiederholt werden, doch nach zwei souverän verwandelten Treffern des Amerikaners hieß es 100:104, wodurch dem NBC keine Möglichkeit mehr zum Ausgleich blieb. Der Endstand von 100:103 war erst nach Spielende von den Schiedsrichtern korrigiert worden.

Kirchheimer äußerst heimstark

Trotz der bitteren Niederlage muss die volle Konzentration des Taylor-Teams der Begegnung mit den äußerst heimstarken Kirchheimern gelten, die in dieser Saison in eigener Halle bislang nur von Tabellenführer Weißenfels bezwungen werden konnten. Angeführt wird der VfL von Ex-NBC-Spielmacher Ahmad Smith, der auch in der Pro A mit 10,7 Punkten, 6,3 Rebounds und 6,1 Assists hervorragende Statistiken auflegt und seine Allround-Fähigkeiten wiederholt unter Beweis stellt. Neben ihm agiert mit Cedric Brooks ein erfahrener und treffsicherer US-Guard, der mit durchschnittlich 15,9 Punkten pro Partie zugleich Topscorer der Knights ist. Komplettiert werden die kleinen Positionen durch Routinier Radi Tomasevic (9,1 Punkte) und Junioren-Nationalspieler Besnik Bekteshi (5,7). Im Frontcourt der Kirchheimer wird Pro-B-Vorjahres-MVP Devin Uskoski, der durchschnittlich auf 14,5 Punkte und 8,6 Rebounds pro Partie kommt, vornehmlich von den deutschen Nils Menck (9,5) und Dominik Schneider, der ebenfalls im letzten Jahr noch das Trikot des NBC trug, unterstützt. Vervollständigt wird die Rotation durch den gefährlichen Flügelspieler Sebastian Adeberg (10,3) und dem nachverpflichteten US-Center Brandon Griffin, der bisher durchschnittlich fünf Punkte und sechs Rebounds pro Partie verzeichnet.

Transition-Defense wird entscheidend sein

„Kirchheim ist ein unheimlich kompaktes, ausgeglichenes und gut gecoachtes Team, welches mit Ahmad Smith über einen großartigen Regisseur verfügt. Er findet immer den freien Mann und bedient die Schützen hervorragend. Gerade die Big Men haben uns im Hinspiel mit ihren Treffern aus der Distanz sehr weh getan, da müssen unsere Großen einfach einen Schritt weiter raus und auch den Dreier verteidigen. Dazu kommt die hohe individuelle Qualität von Spielern wie eben Smith, Brooks, Tomasevic und Uskoski. Generell spielt Kirchheim tendenziell mit einer eher kleinen, aber dafür schnellen Fünf und erzielt viele Punkte über Fastbreaks. Wir müssen also versuchen, unsere Ballverluste zu minimieren, aber vor allem die Transition-Defense wird entscheidend sein. Sollte es uns gelingen, das Tempo vorzugeben, sehe ich gute Chancen auf eine Überraschung. Das wir ebenbürtig sind, haben wir ja schon im Hinspiel bewiesen“, blickt Taylor voraus.