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| Sonntag, den 14. Februar 2010 um 21:12 Uhr |
| Positive Schlüsse aus der Niederlage ziehen |
| Von Thomas Lambertz |
Es war ein Abend, auf dem die Giants Nördlingen aufbauen können, wenn nicht gar müssen. Zwar gab es beim Spiel gegen den Tabellendritten aus Karlsruhe die erwartete Niederlage (70:82, 37:43). Dennoch schafften es die Rieser mit teilweise spektakulären Spielzügen und hohem Einsatz, den Puls des gegnerischen Coaches Dr. Ivan Vojtko nach eigener Aussage bis kurz vor Ende auf Hochtouren arbeiten zu lassen.![]() Neun Punkte und sieben Rebounds gingen gegen Karlsruhe auf das Konto von Leo Niebuhr. Foto: Klaus Hofmann Die Nördlinger begannen wie ausgewechselt gegenüber den vorausgegangenen Spielen. Mit wechselnden Verteidigungssystemen brachten sie den Offensivschwung der Gäste zwar nicht unter Kontrolle, ließen aber keine einfachen Punkte zu. Selbst bestachen die Rieser im Angriff im ersten Viertel mit einer beachtenswerten Dreierquote. Fünf von sieben Versuchen wurden eingenetzt, wobei ein immer stärker werdender Leo Niebuhr den Anfang machte. Nach fünf Minuten und dem dritten Dreier waren schon mehr Punkte auf der Habenseite der Nördlinger als vor Wochenfrist im gesamten ersten Viertel in Jena. 11:6 führten die Hausherren verdient gegen Karlsruher, die etwas verwundert schienen über die neue, alte Gangart in der Hermann-Keßler-Halle. Der Funke sprang vom Team auf die 1.024 Zuschauer über und sofort war die alte Hexenkesselatmosphäre da. Auch im zweiten Viertel blieben die Hausherren am Ball. Bis zur 13. Minute (26:27) sogar enger als es den Badenern lieb war. Ein 11:0-Lauf stoppte aber erst einmal die Euphorie im Ries. Doch anders als in den Spielen zuvor peitschte sich das Team um Benjamin Fumey und Janis Heindel wieder nach vorne. Der Nördlinger Elf-Punkte-Konter wurde lediglich durch einen Dreier von Nationalspieler Rouven Roessler (28:41) unterbrochen, ehe man in der 20. Minute auf ein 37:41 an den Favoriten heranrückte. Karlsruhes Grimaldi sorgte für den 37:43-Halbzeitstand, der auf Nördlinger Seite durchaus für ein gutes Gefühl sorgte. Der dritte Durchgang begann mit vier Zählern von Fumey, der in einigen Szenen zwar unglücklich agierte, aber immer wieder bewies, dass er unter den Körben kaum einen Gegner fürchten muss. 43:53 stand es nach 26 Minuten ehe die Rieser erneut einen Gang zulegten und auf ein 52:55-Viertelende herankamen. Zwei Dreier der Karlsruher zum 52:61 zu Beginn des Schlussabschnitts ließen den Nördlinger Rückstand allerdings wieder anwachsen. Die Rieser brauchten nun zu viele Chancen, um zu punkten, und ließen demnach viel Kraft auf dem Parkett. In der 36. Minute musste Rob Ferguson nach eher blasser Vorstellung mit fünf Fouls auf die Bank. Da hatten die Gäste mit einem 9:0-Lauf zum 71:56 bereits für die Entscheidung gesorgt. Doch die Nördlinger kämpften weiter und boten gute Samstagabendunterhaltung. Der 82:70-Sieg der BG Karlsruhe ging letztlich aber sicherlich in Ordnung. Giants Nördlingen: Watson (19), Fumey (17), Archibald (9), Niebuhr (9), Ferguson (6), Heindel (6), Michael (4), Eichler, Liyanage, Tesfaldet BG Karlsruhe: Black (28), Roessler (13), Richardson (10), Kazarnovski (9), Grimaldi (7), Stoll (5), Baker (4), Fahrad (2), Hurst (2), Rüeck (2), Lieser Ausführliches Scouting |