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| Sonntag, den 28. März 2010 um 12:57 Uhr |
| Nördlinger weiter im freien Fall |
| Von Thomas Lambertz |
50 Prozent Leistung reichen an keinem Arbeitsplatz, um Arbeitgeber und Konsumenten zufrieden zu stellen. Diese Erfahrung mussten die Spieler der Giants Nördlingen bei ihrem Heimspiel gegen den Aufsteiger GiroLive-Ballers Osnabrück machen. Während in Cuxhaven lediglich die zweite Halbzeit Nördlinger Pro-A-Ansprüchen genügte, waren es diesmal die ersten 20 Minuten. Zudem hat die indiskutable 66:95-Niederlage der Rieser endgültig den Rest heiles Nördlinger Porzellan zerschlagen.![]() Versteinerte Mienen in Nördlingen, wo nach dem BBL-Rückzug jetzt der Fall in die Pro B droht. Foto: Klaus Hofmann Auch das zweite Viertel ließ offen, wer das Spiel am Ende gewinnen würde, Nördlingen eroberte durch einen Dreier von Josef Eichler in der 13. Minute die 26:23-Führung. Eben der war nach dem Spiel mit 14 Punkten nicht nur Nördlingens Topscorer, sondern neben der guten ersten Halbzeit auch der einzige Punkt, den ein enttäuschter und betroffener Giants-Trainer Andras Zsoldos als positiven Aspekt des Spiels hervorhob. Die Gäste ließen sich allerdings wenig von den Nördlingern beeindrucken. Einen 29:35-Rückstand in der 17. Minute verwandelten sie durch drei Dreier innerhalb einer Minute in eine 38:37- Führung. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste: Es war der letzte Führungswechsel des Spiels. Mit 38:42 aus Nördlinger Sicht wechselte man die Seiten. Die Hoffnungen der Rieser auf eine ähnlich starke zweite Halbzeit wie letzte Woche in Cuxhaven zerschlugen sich ab der 27. Minute (52:56). Drei Minuten ohne Korberfolg ermöglichten den Ballers eine 63:52-Führung vor dem letzten Viertel. Alle erwarteten nun ein Aufbäumen der Hausherren. Ähnlich wie es der Tabellenletzte Langen bei seiner 115:121-Niederlage letzte Woche nach vier Verlängerungen in eigener Halle tat. Ähnlich wie es die anderen potentiellen Abstiegskandidaten an den letzten Spieltagen aufzeigten. Ähnlich wie es die Nördlinger Mannschaften in den vergangenen Spielzeiten zeigten, wenn es um die Wurst ging. Doch die Erwartungen wurden böse enttäuscht. Sechs Fouls, sieben Ballverluste und nur 14 Punkte im entscheidenden Viertel sind einem Pro-A-Publikum im Abstiegskampf nicht zuzumuten. Dabei kassierte man noch 32 Punkte von einer treffsicheren und stark verteidigenden Osnabrücker Mannschaft. Die 66:95-Niederlage gegen eine an frühere Nördlinger Aufsteigerzeiten erinnernde Gästemannschaft war eine Klatsche. Auch wenn die Art nicht überall Zustimmung fand, widersprechen konnte man dem Nördlinger Fanclub am Ende nicht: „Wir haben die Schnauze voll!“ Klare Worte an die Nördlinger Mannschaft, die einen Scherbenhaufen hinterlässt. Giants Nördlingen: Eichler (14), Fumey (13), Archibald (10), Niebuhr (9), Watson (8), Dawson (6), Liyanage (3), Morris (3), Heindel, Michael GiroLive-Ballers Osnabrück: Wachalski (15), Baker (14), Simin (12), Harrelson (11), Rohdewald (11), Ahnsehl (8), Pfeifer (7), Michael (6), Badmus (5), Hebbelmann (4), Fährrolfes (2) Ausführliches Scouting |