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Freitag, den 19. Februar 2010 um 18:20 Uhr
Merlins haben zuhause erst einmal verloren
Von Thomas Lambertz   
Das Crailsheimer Hoch trifft am Samstag um 20.00 Uhr auf das Nördlinger Tief. So heißt es in der Spielvorschau der Crailsheim Merlins auf deren Homepage. Demnach müssen die Rieser mit einer “erheblichen Niederlagsmenge“ rechnen. Zieht man die Heimstärke der Merlins in Betracht, dürfte es beim Derby ein richtiges Unwetter geben. Acht von neun Heimspielen gewannen die Mannen um Trainer Ingo Enskat in der von den gegnerischen Teams wohl am meisten gefürchteten Basketballhalle der Pro A.

Können die Giants Nördlingen die positiven Eindrücke der Vorwoche in Crailsheim bestätigen? Foto: Klaus Hofmann

Können die Giants Nördlingen die positiven Eindrücke der Vorwoche in Crailsheim bestätigen? Foto: Klaus Hofmann

Neben den Auftritten der Merlins wirkt das begeisterungsfähige Publikum in Crailsheim wie ein sechster Mann und peitscht seine Mannschaft nach vorne. Doch dass dabei auch mal der eigene Keller vollläuft, sah man letzte Woche, als die Saar-Pfalz Braves aus Homburg mit der Schlechtwetterfront in der Sportarena bestens zurecht kamen: 79:85 hieß es nach 40 Minuten und die Crailsheimer rutschten auf den zehnten Tabellenplatz ab. Diese Niederlage kam zu einem unglücklichen Zeitpunkt, denn die Hohenloher gewannen ein Spiel zuvor ihr erstes Auswärtsspiel in dieser Saison: 90:80 in Hannover.

Das US-amerikanische Guardduo John Redder Bynum und Mark McAndrew sorgt bei den Gastgebern für gut 33 Punkte pro Spiel. Dabei haben die Crailsheimer auf der Guardposition mit dem dritten Amerikaner Jonathan Reibel und knapp 14 Punkten im Schnitt einen weiteren sehr guten Mann. Dieses Trio bildet die Speerspitze beim diesjährigen Aufsteiger aus der Pro B, was auch die 50 Punkte gegen Homburg beweisen. Auch unter den Körben sind die Merlins omnipräsent. 43,5 Rebounds schnappen sich die Power Forwards Sean Brooks, Daniel Dörr und Center Mark Zuiderveen laut Statistik. Damit sind die mit acht Amerikanern besetzten Merlins Spitze in der Liga.

Betrachtet man bei den Riesern das letzte Spiel gegen Karlsruhe, gibt es Grund für verhaltenen Optimismus. Die Verteidigung der Nördlinger stand drei Viertel sehr gut, in der Offensive erarbeitete man sich so viele Chancen wie noch nie in dieser Saison. Trainer Andras Zsoldos scheint allmählich Struktur in das Nördlinger Spiel zu bringen. Mit der Niederlage letzte Woche gegen den Tabellendritten konnte man im Ries gut leben, sahen Trainer und Zuschauer doch viele positive Ansätze. Mit der Verpflichtung von Donovan Morris wollen die Giants diese positiven Ansätze nun auch in positive Ergebnisse ummünzen. Zudem reist man mit der Gewissheit an, das Hinspiel nach Verlängerung 81:79 gewonnen zu haben.