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Freitag, den 19. März 2010 um 13:08 Uhr
Lange Auswärtsreise nach Cuxhaven
Von Thomas Lambertz   
Bereits am Freitag haben sich die Giants Nördlingen auf den Weg zum längsten Auswärtstrip der Saison gemacht. 704 Kilometer sind es nach Cuxhaven. Fährt man weiter, geht man baden. Das ”Baden gehen“ müssen die Giants in jedem Fall vermeiden, wenn sie am Samstag um 16.30 Uhr auf die Cuxhaven BasCats treffen. Denn noch immer gibt es den kleinen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt. Doch der flackert mit jedem Spieltag, mit jeder Niederlage der Nördlinger, mehr.

Cuxhaven könnte sportlich aufsteigen, für die Giants geht es gegen den Abstieg aus der Pro A. Foto: Klaus Hofmann

Cuxhaven könnte sportlich aufsteigen, für die Giants geht es gegen den Abstieg aus der Pro A. Foto: Klaus Hofmann

Sechs Spiele sind es noch, zwei Siege Abstand zum rettenden Tabellenplatz 14, den momentan der USC Freiburg inne hat. Bekanntlich halten die Breisgauer den direkten Vergleich, was für die Rieser bedeutet, dreimal mehr im Restprogramm gewinnen zu müssen als der USC. Da liegt der Besuch beim Tabellenzweiten nicht unbedingt günstig. Die Zeiten der ersten Pro-A-Saison 2007/08, als man dem Publikum im Hin- und Rückspiel regelrechte Basketballkrimis ablieferte, sind vorbei. Relativ unspektakulär verlief das Heimspiel der Nördlinger, als man 73:94 gegen die Nordlichter verlor. Während sich beide Teams in der ersten Pro-A-Saison noch ein Kopf an Kopf-Rennen lieferten, welches letztlich die Nördlinger aufgrund des besseren Innenverhältnisses gewannen, verzichteten die BasCats auf einen möglichen Aufstieg.

Letzte Saison legte man mit Platz zwölf in der Abschlusstabelle eine kleine künstlerische Pause ein, um dieses Jahr wieder ganz vorne mitzumischen. Doch während Tabellenführer Bayreuth, der Tabellendritte Saar-Pfalz Braves und der Tabellenfünfte aus Karlsruhe seine Lizenzunterlagen für einen eventuellen Aufstieg in die BBL fristgerecht abgegeben haben, verzichten die Cuxhavener erneut auf einen möglichen Aufstieg. Es scheitert an einer BBL-geeigneten Spielhalle. Das ist umso mehr zu bedauern, da Cuxhaven bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren sportlich an die BBL-Türe klopft. Sie haben Spieler wie Monta McGhee, Danny Gibson (beide letzte Saison in Nördlingen) oder Roderick Trice (heute ratiopharm Ulm) ”salonfähig“ gemacht und mit diesen Typen sicherlich für eine Bereicherung der Liga gesorgt.

Auch aktuell  haben die Norddeutschen mit dem Briten Lee Jeka und den Amerikanern Mark Dorris, Eric Williams und Reggie Fuller Spieler, die der Liga ihren Stempel aufdrücken. Sie alle stehen in der TOP50-Liste der besten Schützen. Dorris und Lee sind gefürchtete Verteidiger, Williams und Fuller beherrschen die Bretter. Dazu gesellt sich mit Sascha Kesselring ein 2,09m großer und 115kg schwerer deutscher Centerspieler, der zweistellig punkten und rebounden kann. Doch die Luft scheint etwas raus zu sein bei den Cuxhavenern. Die beiden letzten Spiele, beide auswärts, verloren die Spieler um das erfolgreiche Trainergespann Vilmantas und Benas Matkevicius. Die dritte Saison sind Vater und Sohn für die sportlichen Geschicke der BasCats verantwortlich. Dass die Gastgeber im drittletzten Heimspiel der Saison ihrem  treuen Publikum eine Heimniederlage ersparen wollen, versteht sich von selbst.