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Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 20:44 Uhr
Giants zeigen bis dato “schlechteste Saisonleistung“
Von Thomas Lambertz   
„Wir werden über das Spiel noch zu reden haben“, kündigte ein hör- und sichtbar unzufriedener Alexander Biller an, den Auftritt seiner Giants Nördlingen in Karlsruhe mannschaftsintern aufarbeiten zu wollen. Mit 59:69 (22:34) unterlagen die Rieser vor 1.400 Zuschauern in der Europahalle der BG, weil vor allem von den im Vorfeld erhofften Vorteilen in Korbnähe wenig zu sehen war. Stattdessen ließ das Biller-Team immer wieder leichte Punkte des Gegners zu.

Giants-Trainer Alexander Biller fühlte sich von seiner Mannschaft im Stich gelassen. Foto: Klaus Hofmann

Giants-Trainer Alexander Biller fühlte sich von seiner Mannschaft im Stich gelassen. Foto: Klaus Hofmann

Dabei hatten die erstmals in dieser Saison ohne Osvaldo Jeanty angetretenen Nördlinger gut begonnen. Wie schon gegen Jena erwischte Benjamin Fumey einen guten Start und markierte die ersten vier Nördlinger Punkte. Dass es dazu fünf langer Minuten bedurfte, war nicht weiter schlimm, denn die Gastgeber hatten ihr Visier ebenfalls noch nicht richtig eingestellt (5:4). Daran änderte sich bis zur neunten Spielminute nichts, was wiederum den neuen Tabellenzweiten nicht zu beunruhigen brauchte, denn die Rieser hatten 180 Sekunden lang komplette Ladehemmung. Erst der Ex-Karlsruher Leo Niebuhr konnte den Bann brechen und zum 10:14 aus Giants-Sicht einnetzen.

Hoffte man auf eine Steigerung der Intensität, vor allem in der Verteidigung, wurde man im zweiten Viertel eines Besseren belehrt. Zwar sorgte Nördlingens Jonathan Toles mit seinem einzigen erfolgreichen Dreier für die erste und einzige Führung (17:16), dann aber brach es über die Gäste herein, allen voran in Form des 102kg schweren und 2,03m großen Karlsruher Centers Jeremy Black. Zwölf Zähler erzielte der alleine im zweiten Abschnitt und stellte damit seinen bisherigen Saisonpunkteschnitt ein. Am Ende war er mit 19 Punkten Topscorer des Spiels. Die Rieser indes fanden kein Mittel, den US-Spieler und den 13:0-Lauf der Gastgeber zu stoppen (32:19). Unter dem eigenen Korb herrschte teilweise Chaos, im Angriff war wenig Struktur zu erkennen. Mit lediglich acht Punkten in den zweiten zehn Minuten und einem 22:34-Rückstand zur Pause war man aus Sicht der Gäste noch ganz gut bedient.

Waren nach dem Seitenwechsel im Angriff wieder positive Akzente zu erkennen, wurden diese in der Verteidigung wieder zunichte gemacht. Jegliches Aufkeimen Nördlinger Hoffnungen erstickten die Gastgeber im Keim. Von einem 39:24 steuerte man über ein 43:33 auf einen 53:41-Zwischenstand nach 30 Minuten hin. Nur zwei bayerische Punkte bei neun Gegenpunkten in den Anfangsminuten des letzten Viertels vernichteten die letzten Funken Hoffnung für die Giants Nördlingen. Karlsruhe war nicht zu stoppen und bestimmte das Spielgeschehen. Beim Stand von 62:43 in der fünften Minute war die Messe gelesen. Gegen eine schwach auftretende Nördlinger Mannschaft stand am Ende ein nie ernsthaft gefährdeter Sieg der BG Karlsruhe zu Buche.

BG Karlsruhe: Black (19), Roessler (12), Baker (10), Kazarnovski (9), Richardson (9), Grimaldi (5), Rüeck (3), Stoll (2), Hurst, Lieser, Schmidt
Giants Nördlingen: Fumey (11), Michael (11), Toles (9), Archibald (6), Niebuhr (6), Ferguson (5), Heindel (4), Tesfaldet (4), Eichler (3), Liyanage
Ausführliches Scouting