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Montag, den 12. April 2010 um 21:35 Uhr
Giants unterliegen FCB-Korbjägern
Von Thomas Lambertz   
Der FC Bayern München ist in diesen Tagen nicht zu schlagen. Was für die Fußballer gilt, galt vergangenen Samstag auch für die Basketballer. Mit 61:66 mussten sich die Giants Nördlingen den Bayern geschlagen geben. Die stehen nun auf Platz sieben, der für die Bayern ebenso wie für die Rieser, die nach ihrem sportlichen Abstieg aus der Pro A am Dienstag über ihr künftige Ausrichtung informieren wollen, Zielverfehlung bedeutet.

Nördlingens Giordan Watson im Kampf um den Ball mit dem Münchner Josh Mueller. Foto: Klaus Hofmann

Nördlingens Giordan Watson im Kampf um den Ball mit dem Münchner Josh Mueller. Foto: Klaus Hofmann

Bayern startete in die Saison als einer der Aufstiegsanwärter, die Giants wollten einen soliden Mittelfeldplatz erreichen. In der Landeshauptstadt will man nächste Saison erneut den Aufstieg in die BBL angreifen. „Wir haben mit der Eissporthalle eine Halle, die den Ansprüchen genügt“, so Bayerns Trainer Michael Schwarz. Diese werde für die Basketballspiele von 6.000 Zuschauer Fassungsvermögen auf 3.000 reduziert. Von diesen Planungen und Möglichkeiten können die Nördlinger nur träumen. Bekanntlich stehen die Rieser als erster Absteiger aus der Pro A fest. Wohin die Reise geht, soll eine öffentliche Veranstaltung am Dienstag ab 20.00 Uhr im Hotel am Ring klären.

Zumindest ansatzweise konnten die Giants Nördlingen am vergangenen Samstag beim Spiel gegen den FC Bayern München mithalten. Es wäre sogar mehr drin gewesen. Trainer Andras Zsoldos monierte die schlechten Wurfentscheidungen vor allem aus dem dritten Viertel: „Wir haben viel zu ungeduldig gespielt. Erneut wurden Trainingserkenntnisse nicht umgesetzt. Der Zug zur Zone fehlte und auch das Werfen von downtown war nicht akzeptabel.“  Bis zum besagten dritten Viertel lieferten sich beide Teams einen sehenswerten Schlagabtausch. Die Hausherren schienen vom Druck befreit, die Münchner hatten mit dem Ex-Nationalspieler und 2,15m-Mann Robert Maras einen echten “eye catcher“ in ihren Reihen. Der wurde mit 15 Punkten Topscorer des Abends.

Über ein 19:15 aus dem ersten Viertel stand zur Halbzeit ein knappes 32:31 zu Buche. Gut 800 Zuschauer waren nicht unzufrieden, zeigten die Giants doch etwas mehr Biss und Einsatz als bei ihren letzten Vorstellungen. Ohne die verletzten Leo Niebuhr und Joe Tesfaldet konnte sich das Team zwar nie entscheidend absetzen, blieb aber bis zu 26. Minute im Spiel (43:36). Doch dann passierte wieder Altbekanntes: Vier Minuten ohne Korberfolg, resultierend aus übertriebenen oder auch nicht gefällten Wurfentscheidungen und ein 11:0-Lauf der Gäste brachten die Nördlinger zum Ende des dritten Viertels mit 43:47 in Rückstand.

Zwei Dreier durch Archibald und Michael zu Beginn des letzten Durchgangs ließen hoffen, doch auch die Bayern zeigten, dass sie diese Würfe beherrschten: Stemler, Wohlers und Hübner schraubten das Ergebnis auf 49:56 (34. Minute). Letztlich sollten sich die Gastgeber davon nicht mehr erholen. Die Zonenverteidigung der Münchner bereitete Probleme, der Ball wollte nicht mehr durch die Münchner Reuse. So trennten sich die Teams mit 61:66, und auch die Wege der beiden werden sich so schnell in einem Punktspiel nicht mehr kreuzen.

Giants Nördlingen: Watson (14), Archibald (12), Dawson (10), Michael (9), Heindel (8), Fumey (6), Eichler (2), Liyanage, Neukamm
FC Bayern München: Maras (15), Stemler (12), Moore (11), Hübner (10), Mueller (8), Barker (5), Wohlers (3), Rotim, Hoffmann
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