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Mittwoch, den 13. Oktober 2010 um 12:48 Uhr
Drei Fragen an: Stephan Baeck
Von Sebastian Hader   
Während seiner aktiven Zeit gewann Stephan Baeck den Europameistertitel 1993, wurde sechs Mal Deutscher Meister, holte mit Leverkusen den Pokal und feierte mit Berlin 1995 den Korac-Cup-Sieg. Zwischenzeitlich als Manager in Köln tätig, arbeitet der 45-Jährige heute als Basketball-Experte für SPORT1. COURT-VISION.DE stellte dem 133-fachen Nationalspieler nach Abschluss der ersten drei Spieltage in der Beko BBL drei Fragen.

Berichtet in seiner zweiten Saison als SPORT1-Experte aus den Arenen der Beko BBL: Stephan Baeck. Foto: D. Löb

Berichtet in seiner zweiten Saison als SPORT1-Experte aus den Arenen der Beko BBL: Stephan Baeck. Foto: D. Löb

Für das kicker-Sonderheft hast Du im Vorfeld eine Einschätzung der 18 Bundesliga-Teams abgegeben. Die ersten Saisonspiele sind absolviert: Welche Teams oder Spieler haben Dich positiv oder auch negativ überrascht?


Stephan Baeck: „Am meisten überrascht hat mich das sehr positive Abschneiden von Hagen und Gießen. Besonders Gießen hat mit den Siegen zu Anfang der Saison viel für die Basketball-Euphorie in der eigenen Stadt getan. Hagen hat schon in der Vorbereitung mit guten Ergebnissen für Aufmerksamkeit gesorgt und konnte den Schwung mit in die Anfangsphase der Saison nehmen. Die guten Ergebnisse von Hagen sind vor allem sehr aggressiver Verteidigung beziehungsweise einer Pressdeckung geschuldet. Ich denke, viele Mannschaften sind in dieser Phase der Saison noch nicht gut genug auf diese Verteidigung vorbereitet. Für Hagen ist diese Verteidigung aber eine gesunde Basis, auf die es sich aufbauen lässt. Negativ sind die beiden Niederlagen von Ludwigsburg zu bewerten, brauchen doch gerade diese Organisation und der neue Trainer Ruhe im Umfeld des Teams, um konzentriert weiterarbeiten zu können. Auch das Ausscheiden der Artland Dragons aus dem EuroCup ist natürlich eine Enttäuschung.“

Aus bayerischer Sicht sind die Brose Baskets mit drei Siegen in die Saison gestartet, Aufsteiger BBC Bayreuth mit zwei Niederlagen. Was traust Du beiden Clubs in dieser Spielzeit zu und was werden aus Deiner Sicht die entscheidenden Faktoren sein, damit beide ihre Ziele verwirklichen können?

Stephan Baeck: „Bamberg ist dieses Jahr erneut bereit für eine große Saison. Die Mannschaft hat Kontinuität und Substanz, ist gezielt verstärkt worden. Sie haben bereits letztes Jahr sehr konzeptionell gespielt und tun das auch dieses Jahr wieder. Viel wird davon abhängen, wieviel in der Euroleague gelernt werden kann, um dann für das Ende der BBL-Saison bereit zu sein. Bayreuth braucht einfach einen, den ersten, Sieg, um richtig in der Liga anzukommen. Danach traue ich auch Bayreuth einen Lauf zu, der den Saisonverlauf positiv gestalten lässt.“

Als SPORT1-Experte bist Du der Objektivität verpflichtet. Trotzdem, Hand aufs Herz: Für welchen Verein/welche Vereine entwickelst Du besondere Sympathien?

Stephan Baeck: „Als SPORT1-Kommentator bin ich natürlich zu Objektivität verpflichtet und halte mich auch selbstverständlich daran. Außerdem bin ich immer noch leidenschaftlicher Basketball-Fan und erfreue mich an den tollen Aktionen dieser Sportart, egal von welchem Team. Auf der anderen Seite gibt es in fast jeder Mannschaft ein oder zwei Spieler, die ihren Weg in der Beko BBL über das Kölner Team gefunden oder sogar dort ihre Karriere gestartet haben. Immer wenn ein solcher Spieler auf dem Court steht, drücke ich ihm natürlich die Daumen.“

Ältere Drei-Fragen-an-Beiträge:
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