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Freitag, den 12. März 2010 um 17:02 Uhr
Das erste von sieben Endspielen steht an
Von Thomas Lambertz   
Für die Giants Nördlingen scheint alles klar zu sein: Nach der Niederlage in Essen ist der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz auf zwei Siege angewachsen. Die nämlich haben die Freiburger mehr als die Rieser. Auch der direkte Vergleich ist den Breisgauern nicht mehr zu nehmen, haben sie doch beide Spiele gegen die Giants gewonnen. Und doch hat man in Nördlingen, wo am Samstag um 19.30 Uhr der Tabellenelfte aus Heidelberg zu Gast ist, die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

"Gemeinsam sind wir stark" muss das Motto in den verbleibenden sieben Saisonspielen lauten. Foto: Klaus Hofmann

"Gemeinsam sind wir stark" muss das Motto in den verbleibenden sieben Saisonspielen lauten. Foto: Klaus Hofmann

Es sind sieben Spiele, in denen sich das sportliche Schicksal der Giants noch wenden kann. Doch benötigt das Schicksal einen kräftigen Anschub aus dem Ries in Form eines Sieges gegen die Neckarstädter. Und nicht nur das: Die Nördlinger müssen in den ausstehenden Spielen drei Spiele mehr gewinnen als Freiburg, Essen als 13. oder der Zwölftplatzierte Jena. Auch gegen Essen verlor die Zsoldos-Truppe zweimal, lediglich gegen die Thüringer gab es einen Sieg, der den Giants auch den direkten Vergleich einbrachte. Doch die Jenaer sind bereits auf drei Siege enteilt. Steht man am Ende punktgleich mit der Wissenschaftsstadt Jena, steht man auch vor ihnen, wo immer das in der Tabelle sein mag. Drei Siege mehr als das genannte Trio, drei Ausrutscher einer der drei Mannschaften in den restlichen sieben Spielen und die Nördlinger sind “back in game“.

Und einen der Drei wird es schon an diesem Spieltag erwischen. Essen muss nach Jena und empfängt auch noch die Freiburger. Hier werden sich also Punkte gegenseitig abgenommen. Zudem kommen mit Karlsruhe und vor allem Cuxhaven noch zwei Brocken in den Pott. Doch auch das Restprogramm der anderen Abstiegskandidaten inklusive der Nördlinger hat es in sich.  Am schwierigsten scheint die Konstellation, wie sollte es anders sein, bei den Giants zu sein. Die dürfen sich nämlich unter anderem mit dem Spitzenduo in Bayreuth und Cuxhaven auseinandersetzen.

Wollen die Giants Nördlingen überhaupt auf das Prinzip Hoffnung bauen, muss eines der offensivstärksten Teams der Liga am Samstag geschlagen werden. Knapp 89 Punkte erzielen die USCler pro Partie und gelten, auch nach 23 Spielen, als die Angriffsmaschinerie der Pro A. Lediglich ein Spiel wurde von den Heidelbergern mit unter 89 Punkten gewonnen (84:82 gegen Osnabrück). Die Giants verloren in Heidelberg 96:83. Doch auch die Niederlagen der Heidelberger, 13 an der Zahl, sprechen für sich. Gelingt es den Hausherren, die Gäste auf oder unter diesen 89 Punkten zu halten, haben sie sehr gute Chancen. Lediglich gegen Bayreuth (100:122) und letzte Woche gegen Kirchheim (95:97) hat ein überdurchschnittliches Scoring der Heidelberger nicht zu einem Sieg gereicht. Denn der neunfache Deutsche Meister gibt nicht nur gerne, er nimmt auch. Knapp 95 Punkte lassen die Spieler um Jibril Hodges, Guard und Topscorer der Heidelberger, zu. Zudem gelten sie als das reboundschwächste Team der Liga.