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Sonntag, den 21. März 2010 um 22:27 Uhr
Beherzte Aufholjagd bleibt unbelohnt
Von Leo Emmert   
Trotz einer mit 57:38 gewonnen zweiten Halbzeit haben die Giants Nördlingen beim Tabellenzweiten Cuxhaven BasCats aufgrund einer schwachen ersten Hälfte mit 83:89 verloren. „Wir haben dieses Spiel verloren, weil wir in den ersten beiden Vierteln sowohl im Angriff als auch speziell in der Verteidigung undiszipliniert und gegen die taktischen Vorgaben gespielt haben“, brachte es Trainer Andras Zsoldos nach dem Spiel auf den Punkt.

100 Prozent Dreierquote bei 21 Punkten von Giordan Watson waren zu wenig für die Giants. Foto: Klaus Hofmann

100 Prozent Dreierquote bei 21 Punkten von Giordan Watson waren zu wenig für die Giants. Foto: Klaus Hofmann

Hinzu kam, dass Dawson, der in der Vorwoche noch 13 Treffer bei 13 Versuchen verbuchen konnte, während der ersten Halbzeit keinerlei Erfolg hatte. Auch Morris erwischte einen rabenschwarzen Tag und brachte es auf lediglich zehn Minuten Spielzeit. Fumey, der während der Woche von einer Magen-Darm-Grippe heimgesucht wurde, war noch sichtlich geschwächt und konnte keine Impulse setzen. So kam es, dass sie Rieser, welche Aufstellung Zsoldos auch wählte, von den Nordsee-Städtern im ersten Viertel überrannt wurden. Lediglich Watson, der insgesamt eine 100-prozentige Wurfquote von der Dreierlinie vollbrachte (5/5) und mit 21 Punkten am Ende bester Werfer war, konnte sich, neben zwei Punkten von Fumey, in die Korbschützenliste eintragen. Ein mit der Schlusssirene verwandelter Dreier ließ auf der Anzeigetafel ein bedenkliches 25:8 aufleuchten.

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels erhöhte der Tabellenzweite seinen Vorsprung gar auf 21 Punkte. Ein kleiner Zwischenspurt von acht Zählern in Folge, der von Michael mit zwei Freiwürfen eingeläutet wurde, gestaltete den Abstand wieder erträglicher, doch in der Folge waren wieder die Norddeutschen am Drücker und erhöhten bis zur Pause auf ein nahezu uneinholbares 51:26. Nach dem Seitenwechsel vertraute Zsoldos auf Watson, Dawson, Heindel, Niebuhr und Archibald. Diese fünf schafften es, zusammen mit Michael, das Viertel mit 27:20 auf die Seite der Giants zu ziehen. Allen voran Archibald zeigte, dass er nicht gewillt war, die Flinte kampflos ins Korn zu werfen. Obwohl Cuxhavens Trainer seine ausländische Top-Formation auf ihn ansetzte, fand dieser in der zweiten Hälfte kein Mittel mehr gegen den Kanadier in Nördlinger Diensten, der mit oder ohne Foul 16 Punkte im gegnerischen Korb versenkte.

Mit einem 53:71 aus Giants-Sicht ging es ins Schlussviertel, wobei die BasCats durch zwei Freiwürfe sofort wieder auf 20 Punkte erhöhen konnten. Doch nun fanden die Rieser mittels einer aggressiven Verteidigung und einem deutlich gewonnen Reboundverhältnis auch ihr Zielwasser wieder. Innerhalb von drei Minuten legten sie, durch Michael, Dawson und Watson, einen 15:0-Lauf hin. Plötzlich stand es nur noch 73:68 und die Nordlichter kamen gehörig ins Trudeln. Doch der wohl beste Spieler der Cuxhavener, Lee Jeka, wollte sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Mit drei erfolgreichen Freiwürfen und einem nachfolgenden Dreier konnte er wieder auf 85:74 erhöhen. Zwar konnten Dawson, Watson und Heindel noch einmal verkürzen, letztlich jedoch hatten die Rieser einmal mehr das Nachsehen.

Cuxhaven BasCats: Jeka (29), Dorris (14), Kesselring (11), Fuller (10), Williams (10), Hasenkamm (9), Kleemichen (5), Stachula (1), May, Wischnewski
Giants Nördlingen: Watson (21), Archibald (18), Niebuhr (11), Michael (10), Dawson (8), Heindel (7), Eichler (3), Fumey (3), Morris (3), Liyanage
Ausführliches Scouting