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Freitag, den 23. April 2010 um 17:16 Uhr
Abschied von den Fans und der Pro A
Von Thomas Lambertz   
Wenn am Samstag in der Hermann-Keßler-Halle die Schlusssirene des Spiels Giants Nördlingen gegen die UBC Hannover Tigers ertönt, ist für die Rieser auf unbestimmte Zeit auch mit dem Profibasketball Schluss. Der bereits seit drei Spieltagen feststehende Absteiger aus der Pro A verzichtet auf eine Teilnahme in der Pro B und startet einen Neuanfang in der Regionalliga Süd-Ost. Die Gäste dagegen, letzte Saison aufgestiegen, dürften mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein.

Am Samstag steht der letzte Pro-A-Auftritt für die Giants Nördlingen vor heimischer Kulisse an. Foto: Klaus Hofmann

Am Samstag steht der letzte Pro-A-Auftritt für die Giants Nördlingen vor heimischer Kulisse an. Foto: Klaus Hofmann

Sie haben mit dem zwölften Tabellenplatz den Klassenerhalt souverän erreicht. Dieser kann ihnen selbst bei einer Niederlage kein Team mehr nehmen. Im Gegenteil: Sollten die vor ihnen platzierten Mannschaften aus Jena und Heidelberg an diesem letzten Spieltag verlieren und die Tigers im Ries gewinnen, können sie noch einen oder zwei Plätze nach oben rutschen. „Hannover, da war doch was“, mag sich nun manch Basketballexperte erinnern. Die Nördlinger machten den ersten von zwei Siegen im Jahr 2010 perfekt und das, nachdem sich die Wege der Giants und ihrem damaligen Trainer Alex Biller trennten. Zoltan Nagy übernahm kurzerhand für einen Spieltag die Verantwortung und führte Nördlingen, für alle überraschend, zu einem 112:99-Erfolg in der Ferne.

Die erzielten 112 Punkte bedeuteten auch gleichzeitig Saisonrekord, die 37 Punkte von Spielmacher Giordan Watson persönliche Bestleistung. In seinem damals dritten Spiel für die Rieser ”erschoss“ er die Tigers beinahe im Alleingang, kam aber im weiteren Verlauf der Saison nicht mehr annähernd an diese Leistung. 27 Punkte gegen Jena waren sein zweitbestes Ergebnis. Die damaligen Ambitionen der Nördlinger erhielten nach einer acht Spiele andauernden Niederlagenserie mit diesem Sieg neuen Schub, zumal drei Spieltage später, unter dem jetzigen Trainer Andros Zsoldos, ein wichtiger Sieg gegen den TV Langen erfolgte. Die Hessen machte man als einen der Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze aus. Somit war der Sieg damals ein Drei-Punkte-Spiel. Heute steht Langen einen Platz vor den Riesern, nach einer Niederlage letzte Woche aber ebenfalls als Absteiger fest.

Der Auftritt der Nördlinger letzte Woche in Chemnitz mit dem Eigengewächs Kevin Schneider war trotz verletzungsbedingter Ausfälle ordentlich. Vielleicht gelingt es den Riesern, eine ähnliche Leistung im letzten Spiel der Saison abzurufen und zumindest einen siebten Sieg aus 30 Spielen zu landen. Der ändert zwar nichts mehr an der Tabelle, wäre aber ein freundlicher Abschluss einer völlig verkorksten Saison.