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Dienstag, den 24. August 2010 um 14:13 Uhr
Zweitliga-erfahrener Baker erhält Tryout-Vertrag
Von Patrick Wötzel   
Auf der Wunschliste von Headcoach Marcel Schröder und Team-Manager Stephan Frost stand er schon länger, jetzt haben die s.Oliver Baskets den 27-jährigen Torvoris Baker verpflichtet. Der 2,04m große Power Forward bringt die Erfahrung von fast 100 Zweitliga-Spielen im Trikot der Hertener Löwen, der Chemnitz 99ers und zuletzt der GiroLive-Ballers Osnabrück mit an den Main. Der US-Boy wird am Mittwoch in Würzburg erwartet.

Vorläufig für vier Wochen wird Torvoris Baker die Riege der Großen (hier Center Chris Heinrich) verstärken. Foto: Ulherr

Vorläufig für vier Wochen wird Torvoris Baker die Riege der Großen (hier Center Chris Heinrich) verstärken. Foto: Ulherr

In den beiden Testspielen am Freitag in Göttingen und am Sonntag in Bayreuth soll Baker bereits zum Einsatz kommen. „In der kurzen Zeit können wir ihn natürlich noch nicht richtig integrieren, aber in der Verteidigung und beim Rebound wird er uns mit seiner Erfahrung mehr Stabilität geben. Wie er seine Stärken in der Offensive einbringen kann, werden wir sehen“, sagt Schröder über den Neuzugang. Die Statistiken sprechen für sich: In der abgelaufenen Saison holten nur vier Spieler in der Pro A mehr Rebounds pro Partie als Baker, der sich im Schnitt 8,8 Abpraller schnappte und in 15 seiner 27 Spiele Toprebounder der GiroLive-Ballers Osnabrück war. Mit 16,1 Punkten pro Spiel gehörte der 27-Jährige, bei den Scorern außerdem zu den TOP15 der Liga.

Torvoris Baker füllt kurzfristig die Lücke, die das Verletzungspech in den Baskets-Kader gerissen hat: Nach dem mehrwöchigen Ausfall von Frieder Diestelhorst (Handverletzung) zog sich Michael Fleischmann beim Testspiel am Sonntag in Nürnberg eine Knieverletzung zu. Nach eingehenden ärztlichen Untersuchungen haben die Baskets-Verantwortlichen mittlerweile wieder Hoffnung, dass der 23-Jährige an Stelle von mehreren Monaten nur sechs bis acht Wochen ausfallen wird. Dazu kommen die Langzeit-Verletzten Daniel Cioffi und Maximilian Kleber, die täglich intensiv an ihrem Comeback arbeiten, und der unerwartete Abgang von Aufbauspieler Ahmad Smith gleich zu Beginn der Vorbereitung. Team-Manager Stephan Frost ist weiter auf der Suche nach einem Ersatz für Smith: „Das ist aber nicht so einfach, weil wir einen hochkarätigen Spieler verpflichten wollen. Ich hänge ständig am Telefon“, so Frost.

Defensive und Reboundverhalten im Fokus


Aufgrund der Ausfälle ist die Vorbereitung bisher nicht so verlaufen, wie Marcel Schröder es sich im Vorfeld gewünscht hatte. Im Training und auch bei den ersten beiden Testspielen durften sich deshalb die beiden 14-jährigen Nachwuchstalente Constantin Ebert und Max Ugrai beweisen. „Die beiden haben ihre Sache gut gemacht. So ist es aber schwierig, in den Spielen ein konstant hohes Niveau zu halten“, so Schröder. Seine Erkenntnisse aus den beiden Testspielen gegen den Nürnberger BC: „Am Reboundverhalten und an der Verteidigung müssen wir weiter arbeiten. Wir haben in beiden Spielen gut angefangen. In der zweiten Halbzeit hatten die Jungs nach der harten Trainingswoche dann schwere Beine und konnten die Intensität nicht halten.“

Ein positives Fazit zog der Baskets-Cheftrainer nach dem einwöchigen Trainingslager im Fecht-Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim – eine Premiere für die s.Oliver Baskets. „Die Trainingsbedingungen waren sehr gut, wir konnten konzentriert arbeiten. Die Mitarbeiter im Olympiastützpunkt sind uns sehr entgegen gekommen. Es war für uns alle ein Testlauf, im organisatorischen Bereich können wir einiges noch verbessern.“