| Sonntag, den 27. November 2011 um 22:50 Uhr |
| Würzburgs Defensive nicht zu knacken |
| Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr) |
![]() Durch eine überragende Verteidigungsleistung haben die s.Oliver Baskets ihre Serie von Heimsiegen auf 31 Spiele ausgebaut. Auch im sechsten Heimspiel in der Beko BBL blieb die mit 3.140 Zuschauern ausverkaufte s.Oliver Arena uneinnehmbar. Unter den Augen von Beko-BBL-Geschäftsführer Jan Pommer besiegte der Aufsteiger die EnBW Ludwigsburg in einer umkämpften Partie mit 67:58 (30:30). „Das war heute ein verdienter Sieg für Würzburg. Wir haben 18 Offensivrebounds zugelassen und selbst 18 Ballverluste produziert“, zollte Gästetrainer Markus Jochum den Gewinnern Respekt. „Es war schwer, mit so einem instabilen Nervenkostüm wie wir es hatten, gegen so einen aggressiven Gegner zu bestehen.“ Wie man es von den Auftritten der Unterfranken in eigener Halle gewohnt ist, legten die furios los. Die Barockstädter fanden in den ersten Minuten der Begegnung kein Mittel gegen die aggressive Verteidigung der Hausherren und lagen nach acht Minuten bereits mit 6:17 zurück. Doch der Tabellenfünfte vom Main brachte die Gäste durch ein phasenweise konfus und unkonzentriert wirkendes Offensivspiel selbst wieder in die Partie. „Wir waren heute offensiv teilweise etwas planlos. Die Systeme wurden nicht so gelaufen wie das vorgesehen war. Aber durch unsere Defensive haben wir diese Fehler wieder ausgeglichen“, kritisierte Baskets-Center Robert Tomaszek das Angriffsspiel seines Teams nach Spielende. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause sorgte David McCray per Distanzwurf für die erste Führung der Schwaben (27:25). Würzburgs Trainer John Patrick erklärte nach der Begegnung die Schwierigkeiten: „Ludwigsburg hat hart gekämpft. Sie haben zwischen Zonen- und Mannverteidigung hin und her gewechselt, das hat uns offensiv aus dem Rhythmus gebracht.“ Fünfminütige Flaute nach dem Seitenwechsel Nach dem Seitenwechsel folgte eine gut fünfminütige Phase, in der einzig Ludwigsburgs John Bowler ein Korberfolg gelang. Der spätere Topscorer der Partie, John Little, war es schließlich, der die Flaute für die Hausherren in der 26. Spielminute durchbrach. Als wäre damit ein Bann gebrochen, fand der Ball nun wieder häufiger den Weg in den Korb. So konnten sich die Baskets bis zur letzten Viertelpause bis auf 47:39 absetzen. Im Schlussabschnitt besorgte Chester Frazier zunächst per Dreier das zwischenzeitliche 50:42. Als sich die EnBW wieder herangearbeitet hatte, war es erneut der Debütant, der seiner neuen Mannschaft mit einem weiteren Distanztreffer Luft verschaffte. „Das waren zwei sehr wichtige Dreier von Frazier“, erklärte Patrick die Treffer nach der Partie zu Schlüsselszenen. Der zuletzt eineinhalb Jahre im Trainerstab der University of Illinois tätige Frazier hatte insgesamt nach nur zwei Trainingstagen mit seinen neuen Mitspielern mit acht Punkten, drei Rebounds und drei Assists einen soliden Einstand. Patrick zur Leistung seines neuen Point Guards: „Chester war am Anfang etwas übermotiviert. Er hat dann aber gut ins Spiel gefunden.“ Beim Stande von 65:56 für die Franken, eine Minute vor Spielende, suchte die Mannschaft von Trainer Markus Jochum ihre letzte Chance darin, die Uhr durch schnelle Fouls zu stoppen. Doch anders als in vielen vorangegangenen Partien bewiesen die Liganeulinge Nervenstärke von der Freiwurflinie. s.Oliver Baskets: Little (15), Jacobson (12), Harris (10), Frazier (8), Kramer (6), Elliott (6), Tomaszek (4), King (4), Boone (2) EnBW Ludwigsburg: Zavackas (14), Lischka (10), Harris (10), Looby (8), McCray (6), Dorris (5), Bowler (4), Greer (1), Green Ausführliches Scouting |