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Montag, den 03. Oktober 2011 um 21:58 Uhr
Würzburger Defensivbollwerk siegt bei der BBL-Premiere
Von Michael Will (Foto: Kathinka Engelhaupt)   


Die Vorfreude der Fans auf das erste Bundesligaspiel in Würzburg seit mehr als sechs Jahren war vor Spielbeginn förmlich zu spüren. Die 3.140 Zuschauer verwandelten die s.Oliver Arena schon bei der Vorstellung ihrer Mannschaft in ein Tollhaus. Angesteckt von dieser Stimmung legten die s.Oliver Baskets spektakulär los und gewannen ihre Heimpremiere in der Beko BBL gegen die TBB Trier mit 74:67 (41:32).


Von Beginn an überzeugten die Würzburger mit einer starken Defensivleistung. Typisch für die Spielweise des neuen Trainers John Patrick erzeugten gerade die kleinen Außenspieler enormen Druck. Offensiv fielen die Gastgeber dagegen eher durch ihre schwache Wurfquote auf. Und so dauerte es bis zur zwölften Spielminute, ehe sich die s.Oliver Baskets nach drei erfolgreichen Dreipunktewürfen in Folge erstmals absetzen konnten (26:18). Immer wieder zogen die Würzburger in der Folge Offensivfouls ihrer Gegner und bauten durch die resultierenden Ballgewinne ihre Führung Mitte des zweiten Viertels bis auf 15 Punkte aus.

Zirbes bereitet Baskets Kopfzerbrechen

Diese Vorsprung gaben die Unterfranken fortan auch nicht mehr aus der Hand. Einzig Triers Center-Hüne Maik Zirbes bereitete den Gastgebern immer wieder Kopfzerbrechen. Am Ende verbuchte Zirbes starke 23 Punkte und zwölf Rebounds. „Er hat einen großen Schritt gemacht und war nur sehr schwer zu stoppen“, zeigte sich auch Baskets-Headcoach Patrick nach der Partie beeindruckt. Auf Würzburger Seite stachen im Angriff besonders Ivan Elliott und Ricky Harris, der zum MVP der Begegnung gewählt wurde, heraus. Während Ben Jacobson und Neuzugang Chris Kramer mit ihren Defensivaktionen zu überzeugen wussten, waren Jason Boone und Gil Brown für die spektakulären Highlights zuständig.

Vielzahl an Freiwürfen vergeben


Wirklich schwer machte es sich die Heimmannschaft am Ende die Begegnung vor allem selbst. Während die Pfälzer durch schnelle Fouls die Uhr anhielten, vergaben die Unterfranken eine Vielzahl an Freiwürfen. Nur so wurde die Partie in der letzten Spielminute kurzzeitig noch einmal spannend. Weil es dem Aufsteiger aber immer wieder gelang, sich nach einem vergebenen Freiwurf den Ball zu sichern, fuhr er am Ende einen doch relativ ungefährdeten ersten Saisonsieg ein. „Wir haben am Ende zu viele Offensivrebounds der Würzburger zugelassen. Das hat uns den Sieg gekostet“, ärgerte sich Maik Zirbes.

Zwieners Ausfall schmerzt

Weh tat den Moselstädtern aber auch der Ausfall von Nationalspieler Philip Zwiener. „Wir hatten heute Probleme, weil er verletzt ausgefallen ist und John Bynum und Nate Linhart angeschlagen waren“, bemerkte TBB-Trainer Henrik Rödl nach Spielende. Für den Gegner hatte Rödl aber noch ein besonderes Lob übrig: „Es war zu erwarten, dass eine von John Patrick trainierte Mannschaft in der Liga gut aussehen wird. Würzburg ist ein guter Standort für die BBL, hier herrscht große Begeisterung und es wurde viel investiert. Das wird für alle Mannschaften ein schweres Auswärtsspiel.“

Ein enttäuschtes Gesicht beim Sieger

Trotz aller Freude über den Sieg gab es jedoch auch auf Würzburger Seite ein enttäuschtes Gesicht. Ausgerechnet Oliver Clay, im Sommer aus Trier zu den s.Oliver Baskets gewechselt, wurde nicht eingesetzt. „Ich bin natürlich enttäuscht. Ich war heute hochmotiviert gegen mein ehemaliges Team. Warum ich nicht spielen durfte, weiß ich nicht. Ich freue mich aber über die gute Leistung des Teams“, stellte Clay seine persönlichen Interessen hinten an.

s.Oliver Baskets: Harris (18), Elliott (15), Little (12), Boone (8), Jacobson (7), King (4), Henneberger (3), Kramer (3), Brown (2), Tomaszek (2), Kleber
TBB Trier: Zirbes (23), Gallup (17), Dojcin (9), Faßler (7), Joyce (5), Bynum (3), Picard (2), Linhart (1), Saibou, Seiferth
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