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Sonntag, den 18. Dezember 2011 um 21:21 Uhr
Würzburger Auswärtsschwäche hält an


Nach einer 70:73 (31:36)-Niederlage beim bisherigen Tabellenvorletzten Phoenix Hagen haben die s.Oliver Baskets die Heimreise erneut mit leeren Händen antreten müssen. Die 2.952 Zuschauer bekamen in der ENERVIE Arena über weite Strecken eine umkämpfte Partie mit niedrigem spielerischem Niveau geboten. In einer dramatischen Schlussphase entschied T.J. Carter 3,4 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 70:70 die Partie durch einen Dreipunktewurf mit Brett.


Ricky Harris war Würzburgs Go-to-guy für den letzten Angriff. Doch eng verteidigt vom deutlich größeren Hagener Center Edward Seward verfehlte der US-Amerikaner den letzten Wurf. „Glückwunsch an Hagen, sie haben heute ein spannendes Spiel verdient gewonnen. Das Ende mit dem Dreier von Carter war sehr dramatisch“, meinte ein enttäuschter Headcoach John Patrick nach der Begegnung. „Wir haben heute nicht mit so viel Energie wie Hagen gespielt. Deren viele Offensivrebounds haben weh getan.“ Vom Tip-Off an kämpften beide Mannschaften um jeden Ballbesitz. Im Zuge dessen erhielt der Power Forward des Aufsteigers, Ivan Elliott, bereits nach zwei Minuten sein zweites persönliches Foul. Nach einer durchwachsenen Anfangsphase brachte Chester Frazier die Franken mit Fastbreakpunkten nach einem Steal erstmals mit 11:9 in Führung, die bis kurz vor der Halbzeit Bestand hatte.


Blackwood sorgt für Führungswechsel

Unterstützt von einem offensiv stark aufspielenden Zygimantas Jonusas hielt ausgerechnet Tristan Blackwood die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt durch seine Treffer im Spiel. Der Ex-Würzburger besorgte schließlich 2:40 Minuten vor der Pause mit einem Distanzwurf den Führungswechsel zum 30:29. In den folgenden Minuten nutzten die “Feuervögel“ das auf sie übergegangene Momentum erfolgreich, um die Differenz pausenübergreifend auf zehn Punkte zu erhöhen. Die Baskets antworteten mit einem 7:0-Lauf. Mit Entsetzen beobachtete Trainer Ingo Freyer dann in der 25. Spielminute, wie Oliver Clay gegen seinen Topscorer Janusas zum Korb zog und von diesem nur durch das vierte persönliche Foul gestoppt werden konnte.

Kramer gleicht zum 70:70 aus


Die Partie blieb bis zur 37. Minute eine enge Angelegenheit. Der Litauer in Phoenix-Diensten sorgte mit zwei verwandelten Freiwürfen zunächst für eine Sechs-Punkte-Führung, auf die der Liganeuling nervös mit einem überflüssigen Ballverlust durch Ben Jacobson reagierte. Carter erhöhte für die Westfalen im Gegenzug mit einem Treffer aus der Distanz 1:53 Minute vor Spielende auf 69:60. Wenngleich die Partie nun gelaufen schien, erhöhten die Unterfranken ihre Intensität und kämpften sich noch einmal heran. 44 Sekunden vor dem Ende zog Chris Kramer das fünfte Foul von Janusas und verwandelte beide Freiwürfe zum 70:68. Im direkten Gegenzug sicherte sich der US-Amerikaner den Ball durch einen Steal und konnte im Fastbreak von Bernd Kruel nur durch ein Foul gestoppt werden. Auch für den Hagener Center bedeutete dies das Spielende. Die fälligen Freiwürfe nutzte Kramer zum Ausgleich.

Patricks Pläne werden durchkreuzt


Patrick entschied sich beim folgenden Angriff der Hausherren, die bei noch 20 Sekunden die Uhr herunterspielen konnten, auf ein Foul zu verzichten. Doch Carter durchkreuzte Patricks Pläne 3,4 Sekunden vor dem Ende mit seinem etwas glücklich verwandelten Dreier. Nach der Begegnung auf die Auswärtsschwäche seines Teams angesprochen, erklärte der Würzburger Headcoach: „Wir haben zuhause einfach eine super Atmosphäre in der s.Oliver Arena. Bei unserer jungen Mannschaft ist auswärts einfach das Selbstvertrauen nicht so da wie zuhause.“ Dort hat die Mannschaft bereits am Freitag im Duell mit dem FC Bayern die Möglichkeit, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Phoenix Hagen:
Jonusas (20), Carter (19), Blackwood (11), Hasquet (9), Seward (6), Kruel (5), Spohr (2), Rockmann (1), Constantine
s.Oliver Baskets: Kramer (16), Harris (13), Little (13), Frazier (9), King (5), Jacobson (4), Boone (4), Clay (3), Elliott (3), Kleber, Tomaszek
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