| Samstag, den 22. Oktober 2011 um 23:30 Uhr |
| Würzburg ist im Artland chancenlos |
![]() Die Artland Dragons sind auch nach dem dritten Saisonspiel ein eigener Halle weiter ungeschlagen. Mit 87:74 (37:32) fuhren die Hausherren einen verdienten Sieg gegen die s.Oliver Baskets aus Würzburg ein. Dem Aufsteiger fehlte es am in den letzten Begegnungen gezeigten Einsatz und Siegeswillen. Sowohl bei der Dreierquote (28,6:46,4 Prozent) als auch bei den Rebounds (31:41) war man dem Gegner deutlich unterlegen. Zumindest den ersten Spielabschnitt konnten die Unterfranken mit 19:16 zu ihren Gunsten entscheiden. Mit einem erfolgreichen Distanzwurf eröffnete Ben Jacobson die Partie vielversprechend. Der US-Spielmacher avancierte mit 21 Punkten zum Topscorer auf Seiten der Gäste, übertroffen nur von Adam Hess, der sechs von zehn Dreipunktewürfen traf. „Ich muss Adam Hess zu seiner fantastischen Leistung mit 28 Punkten, sieben Rebounds und keinem Turnover gratulieren. Ich hatte die beiden Spiele gesehen, in denen er null Punkte gemacht hat, wusste aber, dass er irgendwann wieder explodieren würde. Leider war das gegen uns der Fall“, würdigte Baskets-Headcoach John Patrick die starke Vorstellung des Quakenbrücker Flügelspielers. Hess bringt Dragons auf Kurs Mit einem Wurf aus neun Metern zum 21:21 glich Artland-Spielmacher David Holston das Spiel nach zwölf Minuten zwischenzeitlich aus. Nach einem kurzen Aufbäumen der Gäste, die die Führung nochmals übernehmen konnten, war es dann Matchwinner Hess, der die Norddeutschen zwei Minuten vor der Halbzeitpause mit einem Dreipunktewurf endgültig auf Kurs brachte (31:30). Würzburg startete zwar gut in die zweite Hälfte und verkürzte durch Jason Boone den Rückstand in der 22. Minute auf 36:39, direkt im Anschluss handelte sich der Baskets-Center jedoch ein technisches Foul ein. Hess verwandelte die beiden fälligen Freiwürfe, ehe Holston beim anschließenden Ballbesitz noch drei Punkte nachlegte und die Führung für das Team von Cheftrainer Stefan Koch wieder auf acht Punkte erhöhte. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel fest in den Klauen der Dragons, auch wenn Chris Kramer (15 Punkte) zum Ende des dritten Viertels die Würzburger kurzzeitig mit einem Dreier, einem Steal und zwei Freiwürfen noch einmal auf zehn Punkte (53:63) heranbrachte. Kurz darauf verletzte sich der Defensivspezialist des Aufsteigers allerdings bei einem Duell unter dem Korb und musste die Partie vorzeitig beenden. Trainer John Patrick zur Verletzung: „Chris ist hart mit dem Kopf aufgeschlagen und hat Schmerzen im Nacken. Wir müssen die Untersuchung durch unsere Teamärzte abwarten.“ Ende der ersten Halbzeit Momentum verloren In den letzten zehn Spielminuten genügte es den Hausherren, ihre Führung vor den 2.973 Zuschauern in der Artland Arena zu verwalten. „Das war ein verdienter Sieg“, stellte der unterlegene Patrick fest. „Im ersten und zweiten Viertel habe ich geglaubt, dass wir noch eine Chance haben. Am Ende der ersten Halbzeit haben wir dann aber das Momentum verloren. Artland hat das Reboundduell gewonnen, mehr Assists gehabt, 92 Prozent Freiwurf- und 46 Prozent Dreierquote. Sie waren sehr konzentriert. Wir haben heute nicht unseren besten Basketball gespielt, aber das lag auch daran, dass Artland sehr gut verteidigt hat.“ Dragons-Coach Stefan Koch sprach den unterlegenen Franken derweil seine Anerkennung aus: „Das war bisher der stärkste Konkurrent, gegen den wir gespielt haben. Ich habe großen Respekt vor der Art und Weise, wie John Patrick diese Mannschaft trainiert und einstellt. Das war unser bestes Spiel in der Verteidigung und auch in der Offensive, auch wenn wir schon mehr Punkte erzielt haben. Aber Würzburg ist ein sehr gutes Defensiv-Team.“ Artland Dragons: Hess (28), Holston (19), Peavy (17), Fenn (9), King (6), Strasser (6), Hilliard (2), Grünheid, Doeinck, Hartenstein, Njei, Omamogho s.Oliver Baskets: Jacobson (21), Kramer (15), Elliott (11), Boone (9), King (8), Harris (4), Little (3), Brown (2), Tomaszek (1), Clay, Henneberger Ausführliches Scouting |