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Montag, den 10. Oktober 2011 um 19:46 Uhr
Standortbestimmung in Frankfurt
Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader)   


Als ungeschlagener Tabellenzweiter bestreiten die s.Oliver Baskets am Mittwoch um 19.00 Uhr in der Fraport Arena ihre zweite Auswärtsbegegnung in Folge. Nach den beiden Auftakterfolgen wird die Partie gegen die Fraport SKYLINERS aus Frankfurt für die Würzburger zu einer ersten Standortbestimmung werden. „Uns erwartet ein hartes Stück Arbeit“, prognostiziert Baskets-Cheftrainer John Patrick.


Der letztjährige Playoff-Halbfinalist aus der Mainmetropole hat in dieser Saison neben dem Karriereende von Ex-Nationalspieler Pascal Roller vor allem den Verlust von Liga-MVP DaShaun Wood und Trainer Gordon Herbert zu verkraften. Beide wechselten in der Sommerpause zum Ligakonkurrenten ALBA Berlin. Der im Tausch aus der Hauptstadt gekommene neue Frankfurter Trainer, Muli Katzurin, ist allerdings überzeugt, den Kader trotz der namhaften Abgänge qualitativ verstärkt zu haben. Große Hoffnungen ruhen bei den Hessen auf den Neuzugängen Jon Leuer, Justin Gray sowie den beiden Nationalspielern Johannes Herber und Tim Ohlbrecht.

Sieg und Niederlage für die SKYLINERS

Der Saisonstart verlief für die ambitionierten SKYLINERS mit einer handfesten 52:73-Heimniederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg allerdings ernüchternd. Und auch in der zweiten Begegnung am Samstag bei den WALTER Tigers Tübingen konnte der Deutsche Meister des Jahres 2004 nicht ausnahmslos überzeugen. Nur dank eines starken ersten Viertels, in dem sie sich ein Zwölf-Punkte-Polster herausspielten, konnten die Frankfurter die Partie mit 73:66 zu ihren Gunsten entscheiden. Eine starke Vorstellung lieferte indes Spielmacher Justin Gray, der mit 27 Punkten Topscorer war.

Schwachstelle unter dem Korb

Gegen die s.Oliver Baskets wird Gray auf John Patricks “Guard-Terror“, das vom Würzburger Trainer bevorzugte Verteidigungssystem, treffen. Das setzten die Baskets in den bisherigen Partien bereits sehr ordentlich um. Eine Schwachstelle tat sich durch den hohen Druck auf die gegnerischen Außenspieler dafür unter dem Korb auf. Nicht zufällig waren deshalb mit Maik Zirbes und Elvir Ovcina in beiden Spielen auf gegnerischer Seite die Center-Spieler erfolgreichste Punktesammler. Bleibt also abzuwarten, inwieweit die Baskets am Mittwoch die lange Garde der Frankfurter, allen voran NBA-Kandidat Jon Leuer, stoppen können.

Patrick tritt auf Euphoriebremse


„Nach zwei Spielen weiß man noch gar nichts. Auch mit Göttingen habe ich als Aufsteiger die ersten beiden Spiele gewonnen und dann acht oder neun Spiele in Folge verloren. Die Liga ist sehr ausgeglichen, die Tagesform und die Konzentration sind sehr wichtig“, tritt John Patrick nach zwei Siegen zu Saisonbeginn auf die Euphoriebremse. Ein weiterer Erfolg im Duell der Mainstädte dürfte es dem Baskets-Headcoach jedoch nicht leichter machen, die Erwartungshaltung im Zaum zu halten.