| Freitag, den 03. Februar 2012 um 01:03 Uhr |
| s.Oliver Baskets wollen Wiedergutmachung |
| Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Gegen eine von Verletzungssorgen geplagte Rumpftruppe von Phoenix Hagen mussten die s.Oliver Baskets im Dezember eine bittere 70:73-Auswärtsniederlage hinnehmen. Flügelspieler Marc Antonio “T.J.“ Carter entschied die Partie beim Spielstand von 70:70 3,4 Sekunden vor dem Ende mit einem wilden Dreipunktewurf zu Gunsten der “Feuervögel“. Am Samstag um 19.00 Uhr haben die s.Oliver Baskets nun in der ausverkauften s.Oliver Arena die Chance zur Wiedergutmachung. „Wir hoffen auf einen Sieg gegen Hagen. Im Hinspiel hat Hagen gegen uns mit sieben Spielern und zwei Jugendspielern gespielt und trotzdem gewonnen. Wir haben in diesem Spiel unser zweites Gesicht gezeigt und waren sehr passiv“, so Baskets-Cheftrainer John Patrick, dem noch immer die Enttäuschung über die Auswärtsniederlage vom 13. Spieltag der Beko BBL anzumerken ist „Inzwischen hat sich Hagen mit Patrick Sparks verstärkt. Wir brauchen einen Sieg und hoffen darauf, dass uns die Fans zuhause den nötigen Enthusiasmus geben, damit wir etwas lockerer spielen.“ Der neuverpflichtete Aufbauspieler Sparks fügte sich in den ersten beiden Partien gut ein. Insbesondere bei seiner Premiere für die Hagener, beim Auswärtserfolg in Bremerhaven vor dem ALLSTAR-Break, überzeugte der US-Amerikaner mit sechs Punkten und 13 Vorlagen. Neben dem Neuling wird das Hauptaugenmerk der Würzburger Verteidigung auf die starken Scorer des Tabellen-15. gerichtet sein. Aus dem sehr offensiv ausgerichteten Team von Trainer Ingo Freyer finden sich mit T.J. Carter (16,3 Punkte pro Partie) und Zygimantas Jonusas (15,6) gleich zwei Spieler in der TOP10 der besten BBL-Punktesammler wieder. Harris wohl in der Rolle des Zuschauers Auch der während der Saison nachverpflichtete Center Adam Constantine wird weiterhin für die “Feuervögel“ auflaufen. Wie der Club am Donnerstag bekannt gab, wurde der auslaufende Kurzzeitvertrag bis Saisonende verlängert. Damit steht Trainer Freyer vor dem selben Luxusproblem wie sein Gegenüber John Patrick. Bei beiden Mannschaften stehen derzeit acht Ausländer unter Vertrag, von denen aber nur sieben eingesetzt werden dürfen. Auf Würzburger Seite wird die Rolle des Zuschauers wohl erneut auf den noch angeschlagenen Topscorer Ricky Harris (Fußverletzung) zukommen. Hagens Center Constantine erklärt unterdessen, warum die kommende Begegnung für sein Team besonders wichtig wird: „Wir fahren nach Würzburg, um dort zu gewinnen. Für uns zählt jetzt jeder Sieg im Abstiegskampf. Es ist ein Auswärtsspiel gegen eine besser platzierte Mannschaft. Da würde uns ein Erfolg jede Menge Selbstbewusstsein für den weiteren Saisonverlauf geben.“ Derzeit trennen Phoenix Hagen lediglich zwei Siege von der EnBW Ludwigsburg auf dem vorletzten Tabellenplatz. Beim unterfränkischen Aufsteiger geht der Blick mit dem aktuell sechsten Platz dagegen klar in Richtung Playoffs. Doch trotz dieser unterschiedlichen Zielrichtungen kämpft man, wie Center Jason Boone verrät, auch am Main um das nötige Selbstvertrauen: „Der Sieg in Göttingen konnte uns nach den zwei Wochen ohne Spiel dabei helfen, unser Selbstvertrauen wiederzufinden. Wir werden im Training hart arbeiten, um uns auf Hagen vorzubereiten. Wir haben diese knappe Niederlage in Hagen nicht vergessen und wir werden bereit für sie sein.“ |