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Sonntag, den 04. Dezember 2011 um 23:22 Uhr
s.Oliver Baskets verlieren trotz großem Kampf


Eine starke kämpferische Leistung der s.Oliver Baskets hat am Ende gegen die EWE Baskets Oldenburg nicht genügt. Vor 3.148 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena musste sich der Aufsteiger nach einer spannenden Schlussphase mit 78:84 (35:38) geschlagen geben. „Das hatte heute viel von einem Playoff Spiel“, resümierte Trainer John Patrick nach der emotionalen Partie.


Eine Minute vor Spielende sahen die Niedersachsen beim Spielstand von 78:73 bereits wie der sichere Sieger aus. Würzburgs Jason Boone hatte soeben die Partie nach seinem fünften Foul beenden müssen. Doch sein Teamkollege Chris Kramer gab nicht auf, zog durch die Oldenburger Zone und verwandelte mit Foul. Durch den Bonusfreiwurf konnte Kramer den Rückstand seiner Mannschaft nochmals auf zwei Punkte verkürzen. Im direkten Gegenzug zeigte der Topscorer der Begegnung, Center Adam Chubb, Nerven und verfehlte nach einem Foul beide Freiwürfe. Kramer nutzte die kurze Schwäche des Gegners mit einem weiteren Treffer zum Ausgleich. Eine halbe Minute vor Ende der Partie schien damit das Momentum zu Gunsten des Aufsteigers zu kippen.

Brown übernimmt Verantwortung


Angetrieben vom lautstarken Publikum kämpfte sich der Deutsche Meister des Jahres 2009 aber zurück. Teamleader Bobby Brown übernahm in dieser entscheidenden Phase Verantwortung und zog gegen Chester Frazier dessen fünftes Foul. Durch die beiden fälligen Freiwürfe brachte Brown seine Mannschaft wieder in Führung. Im folgenden Angriff der Unterfranken ging der Ball erneut zu Kramer, der jedoch knapp verlegte. Für den Endstand sorgten schließlich Ronald Burrell per Nahdistanzwurf und der führende Beko-BBL-Korbjäger Bobby Brown mit zwei weiteren Freiwürfen.

Gestartet waren die s.Oliver Baskets durch Treffer von Jason Boone und Ivan Elliott aus der Distanz vielversprechend. Nach einer frühen 5:0-Führung verlief das erste Viertel aus fränkischer Sicht allerdings weniger erfreulich. Durch einen 10:0-Lauf Mitte des ersten Abschnitts setzten sich die Gastgeber zur ersten Pause auf 22:13 ab. In der Folge gelang es dem Team vom Main allerdings immer besser, sich auf die athletische Spielweise der “Donnervögel“ einzustellen. Durch eine aggressivere Verteidigung fanden die Liganeulinge auch wieder ihren offensiven Rhythmus.

Kopf-an-Kopf-Rennen nach dem Seitenwechsel


Besonders die beiden Center Boone und Chubb lieferten sich über die gesamte Spielzeit unerbittliche Schlachten unter den Körben. Nach einem 7:0-Zwischenspurt gestalteten die Gäste das Spiel wieder völlig offen. Mit einem Buzzerbeater von der Mittellinie verkürzte Ben Jacobson den Rückstand der s.Oliver Baskets zur Halbzeit auf drei Punkte, ehe sich die Partie nach dem Seitenwechsel zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte.

Mit der Niederlage an der Hunte geht Würzburg am kommenden Wochenende als Sechstplatzierter der Beko BBL in das Spiel des Jahres. Am Samstag um 19.00 Uhr tritt der Deutsche Meister Brose Baskets als Tabellenführer in der seit Wochen ausverkauften s.Oliver Arena zum fränkischen Derby an.

EWE Baskets Oldenburg:
Chubb (23), Paulding (17), Brown (13), Burrell (12), Hasbrouck (9), Sehovic (6), Majstorovic (2), Bahiense de Mello (2)
s.Oliver Baskets: Boone (18), Jacobson (18), Kramer (13), Little (13), Elliott (9), Frazier (5), Harris (2), Tomaszek, King, Kleber, Clay
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