| Sonntag, den 18. September 2011 um 20:09 Uhr |
| s.Oliver Baskets gewinnen Bosch Rexroth Cup |
| Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Mit 81:80 (45:40) haben die s.Oliver Baskets aus Würzburg in eigener Halle das Finalspiel gegen die EnBW Ludwigsburg und damit den Bosch Rexroth Cup für sich entschieden. In einer dramatischen Schlussphase brachte Ivan Elliott die Gastgeber 25 Sekunden vor Spielende beim Stand von 80:80 mit einem erfolgreichen Freiwurf mit einem Punkt in Führung. Bei ihrem anschließenden letzten Angriff verfehlten die Schwaben den Korb. In den verbleibenden drei Sekunden schafften es die Gäste schließlich nicht mehr zu foulen, so dass die Würzburger ihren ersten inoffiziellen Titelgewinn feiern konnten. Würzburgs Headcoach John Patrick zeigte sich nach dem Sieg dementsprechend deutlich zufriedener als am Vortag: „Phasenweise haben wir heute richtig gut gespielt. Wir haben seit Beginn der Vorbereitung einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, am Ende der Entwicklung sehe ich uns aber noch nicht.“ Für Patrick waren allen voran die 18 Offensivrebounds seiner Mannschaft der Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben heute gut unsere Vorteile in der Zone ausgespielt“, so der Baskets-Cheftrainer, der besonders die Leistung seiner langen Spieler Jason Boone, Robert Tomaszek und Maximilian Kleber hervorhob. Boone mit starkem ersten Viertel Boone war es auch, der gleich im ersten Viertel heiß lief und zehn seiner insgesamt 21 Punkte in diesem Spielabschnitt erzielte. Auf Ludwigsburger Seite hielt jedoch Alex Harris mit elf Zählern dagegen und sorgte so für die 24:21-Führung der Barockstädter. Im zweiten Abschnitt schlug dann die Stunde des Christoph Henneberger. Der Würzburger erzielte nach 13 gespielten Minuten innerhalb von einer Minute acht Punkte und brachte die s.Oliver Baskets mit 31:25 in Führung. Nachdem die Würzburger ihre Führung zwischenzeitlich auf 13 Punkte hatten ausbauen können, gelang es den Ludwigsburgern allerdings, sich bis zur Halbzeitpause auf 40:45 zurückzukämpfen. Würzburg setzt sich auf zehn Zähler ab Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunehmend emotionaler. Von einem Testspielcharakter konnte keine Rede mehr sein. Für den EnBWler Donatas Zavackas war das Spiel nach einem Zusammenprall mit Alex King wegen einer Platzwunde am Auge zu Ende. In der Folgezeit wurden durch die Unparteiischen innerhalb weniger Minuten gegen beide Trainer technische Fouls ausgesprochen. Den Würzburgern gelang es unterdessen bis zum Ende des Durchgangs, einen 67:57 Vorsprung herauszuspielen. Henneberger nimmt Trophäe entgegen Die Gäste starteten allerdings gut ins Schlussviertel und hatten ihren Rückstand innerhalb der ersten Minute wieder um die Hälfte verkürzt. 37 Sekunden vor Spielende gelang es den Schwaben schließlich, durch einen erfolgreichen Dreier von Mark Dorris zum 80:80 auszugleichen. Am Ende war es jedoch Christoph Henneberger, der die Trophäe für seine Würzburger entgegennehmen durfte. Dementsprechend wurde der erstmals ausgerichtete Bosch Rexroth Cup vom Veranstalter auch als voller Erfolg eingestuft. „Wir hatten an den beiden Tagen insgesamt etwa 3.700 Zuschauer in der Halle. Mit dieser Resonanz sind wir sehr zufrieden“, so Steffen Liebler, Geschäftsführer der s.Oliver Baskets. Bereits am kommenden Samstag haben die Ludwigsburger bei ihrem Saisoneröffnungsspiel die Gelegenheit, Revanche an den Würzburgern zu nehmen. Dann treten die s.Oliver Baskets zu ihrem letzten Vorbereitungsspiel bei den Schwaben an. s.Oliver Baskets: Boone (21), Elliott (16), Little (13), Harris R. (13), Henneberger (8), Tomaszek (4), Brown (2), King (2), Jacobsen (2), Zazai, Kleber, Clay EnBW Ludwigsburg: Harris A. (26), Lischka (20), Dorris (11), Bowler (11), Zavackas (7), Green (3), Looby (2), McCray, Koch, Tarver Tübingen gewinnt kleines Finale Das kleine Finale beim Bosch Rexroth Cup in Würzburg haben derweil die WALTER Tigers Tübingen gegen den zweifachen Finnischen Meister Pyrintö Tampere nach einer überzeugenden Vorstellung mit 86:55 gewonnen. Die Tigers waren dabei gegenüber der 47:70-Halbfinalniederlage gegen die s.Oliver Baskets nicht wiederzuerkennen. Von Beginn an zeigten die Schwaben eine deutlich höhere Intensität als am Samstag und setzten sich bereits nach den ersten fünf Minuten mit 13:2 ab. Das qualitativ deutlich unterlegene Team aus Tampere fand kein Mittel gegen die starke Verteidigung der Tübinger und traf in der ersten Spielhälfte lediglich 19 Prozent seiner Wurfversuche. Nach der komfortablen Tübinger Führung von 43:27 war die Begegnung bereits zur Halbzeit entschieden, denn auch in der zweiten Hälfte dominierte der Bundesligist seinen Gegner nach Belieben. Pyrintö Tampere: Bailey (13), Williams D. (13), Lehto (7), Mattila (7), Williams A. (7), Niemi (6), Ahvenniemi (2), Pekkola, Cooper, Harjula WALTER Tigers Tübingen: Young (15), Campbell (15), Redding (13), Hodzic (13), Duggins (10), Nash (9), Simon (7), Spoden (4), Meyer-Hübner |