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Donnerstag, den 06. Oktober 2011 um 22:43 Uhr
Patrick-Team fährt als Favorit nach Hessen
Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader)   


Nach dem erfolgreichen Liga-Auftakt am vergangenen Montag reisen die s.Oliver Baskets am Samstag voller Selbstvertrauen zur Auswärtspremiere ins mittelhessische Gießen. Nicht nur geografisch gesehen trifft der Aufsteiger dort ab 20.00 Uhr auf einen Nachbarn. Auch hinsichtlich der sportlichen Ziele wird es ein Duell zweier Mannschaften geben, die in erster Linie zunächst den Abstieg verhindern wollen.


„Das sind die Spiele, die Würzburg gewinnen muss“, stellte Edelfan Jörg Nowitzki am Rande der letzten Begegnung fest. Bei ihrem 74:67-Auftaktsieg gegen die TBB Trier wussten die Baskets bereits mit starker Verteidigung und Reboundarbeit, insbesondere unter dem gegnerischen Korb (16 Offensivrebounds), zu überzeugen. Trainer John Patrick sah aber trotz des Erfolgs noch Verbesserungsbedarf: „Wir müssen vor allem in der Offensive den Ball besser verteilen und an der Freiwurflinie entspannter sein.“

Als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen

In die Spielsysteme integriert werden müssen auch noch die beiden erst kurz vor Saisonbeginn verpflichteten Robert Tomaszek und Chris Kramer. „Wir müssen als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen. Chris und ich sind ja erst ein paar Tage hier. Wenn wir richtig eingespielt sind, wird jeder noch ein paar Level besser spielen“, zeigt sich Neuzugang Tomaszek optimistisch. Kramer war direkt vor Saisonbeginn als Ersatz für den nach Gießen abgewanderten Achmadschah Zazai verpflichtet worden.

46ers mit deutlicher Niederlage gestartet

Für ihn und seine neue Mannschaft verlief der Start in die neue Spielzeit allerdings nicht sehr erfreulich. Die LTi GIESSEN 46ers zogen bei der EnBW Ludwigsburg deutlich mit 56:73 (33:33) den Kürzeren, nachdem sie zunächst einen guten Start erwischt hatten und schnell mit 16:5 davongezogen waren. Über die volle Distanz überzeugen konnte allerdings lediglich Center Elvir Ovcina mit 21 Punkten und zehn Rebounds. Die nominell starken Neuverpflichtungen der Gießener, Koko Archibong und Ex-Nationalspieler Misan Nikagbatse, waren noch weit von ihrer Bestform entfernt.

Harmsen: Würzburg nicht im unteren Tabellenbereich einzuordnen

Entsprechend motiviert dürfte die Heimmannschaft am Samstag in der Sporthalle-Ost auflaufen. „Budgetmäßig und von den Namen her gehört Würzburg nicht zu den Teams, die in den unteren Tabellenbereich einzuordnen sind“, ist der 29-jährige Gießener Trainer Björn Harmsen nur bedingt zuversichtlich, hat aber bereits einen Gameplan in der Schublade: „Würzburg spielt den Stil, den schon Göttingen in den letzten Jahren unter John Patrick gespielt hat. Sie spielen sehr intensiv und sehr physisch, attackieren sehr aggressiv das offensive Brett. Vor allem in diesem Bereich müssen wir sie kontrollieren.“

Über 100 Baskets-Fans dabei

Harmsen setzt außerdem auf die Unterstützung der Fans. In der Hoffnung, dass sein Team zuhause mit dem eigenen Publikum im Rücken schneller die Nervosität ablegen und das nötige Maß an Selbstbewusstsein gewinnen kann, um den ersten Sieg einzufahren. Ganz ohne Unterstützung werden aber auch die s.Oliver Baskets nicht auskommen müssen. 111 Würzburger haben sich beim Fanclub für die Auswärtsfahrt nach Hessen angemeldet und werden ihr Team gewohnt lautstark unterstützen.