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Samstag, den 26. November 2011 um 10:02 Uhr
Ludwigsburg will Würzburger Festung einnehmen
Von Michael Will (Foto: Gerd Ulherr)   


Zweimal trafen die s.Oliver Baskets im Zuge der Saisonvorbereitung bereits auf die EnBW Ludwigsburg. Beide Partien konnte der Aufsteiger, sowohl zuhause im Finale um den Bosch Rexroth Cup (81:80) als auch eine Woche später in der ARENA Ludwigsburg (78:72), knapp gewinnen. Baskets-Trainer John Patrick misst den beiden Siegen in der Vorbereitung allerdings keine Bedeutung mehr bei: „Jetzt kommt das richtige Duell.“


„Das ist eine völlig neue Situation und eine ganz andere Atmosphäre als in der Preseason. Sie haben Dinge ausprobiert, wir haben Dinge ausprobiert, die Ergebnisse bedeuten überhaupt nichts“, stellt Patrick vor dem erneuten Aufeinandertreffen bei der Teams am Sonntag um 17.00 Uhr in der ausverkauften s.Oliver Arena klar. Seit der ersten Begegnung beim Bosch Rexroth Cup gab es in beiden Kadern einige Veränderungen. Die Schwaben tauschten zunächst Small Forward Seth Tarver nach dessen Probezeit gegen Terrel Harris. Nachdem dessen Tryout-Vertrag Ende Oktober ebenfalls nicht verlängert worden war, verpflichteten sie vor zwei Wochen Jeff Greer.

Bei den Franken war zunächst Achmadschah Zazai durch Glücksgriff Chris Kramer und in der vergangenen Woche der an Heimweh leidende Gilbert Brown durch Chester Frazier ersetzt worden. Frazier traf am Mittwoch in den frühen Morgenstunden aus Chicago kommend am Main ein. Noch am gleichen Tag absolvierte er die ersten beiden Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft. Vermutlich schon am Sonntag wird der Point Guard in der s.Oliver Arena sein Debüt im Trikot der s.Oliver Baskets geben. Einzig hinter dem Einsatz von Maximilian Kleber, der zuletzt wegen eines Bänderrisses fehlte, steht noch ein Fragezeichen.

Jochum sieht sein Team bereit für die Aufgabe


Als 31. Mannschaft wird EnBW Ludwigsburg in der “rot-weißen-Hölle“ versuchen, die Heimserie der Franken zu beenden. „Wir wollen uns von der besonderen Atmosphäre nicht beeindrucken lassen. Wir haben in den letzten zwei Wochen gut gearbeitet und sind bereit für diese Aufgabe“, ist Trainer Markus Jochum zuversichtlich. Für die Erstürmung der Würzburger Festung hat er sich auch schon eine Taktik zurechtgelegt: „Würzburg hat seine Stärken vor allem in der Defensive, kann je nach Gegner aber auch in der Offensive ordentlich Gas geben, daher dürfen wir sie auf keinen Fall ins Laufen kommen lassen.“

Die Barockstädter waren am vergangenen Wochenende spielfrei und hatten ausgiebig Zeit zur Regeneration und Vorbereitung auf ihr Auswärtsspiel. Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann der aktuelle Tabellenzwölfte aber keineswegs zufrieden sein. Nur drei der bisherigen acht Spiele konnten gewonnen werden. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge. Dabei verfügen die Gäste über einen sehr ausgeglichenen Kader. Mit dem litauischen Scharfschützen Donatas Zavackas (12,6 Punkte pro Partie), Center John Bouler (12), Spielmacher Jerry Green (11,8), Flügelspieler Johannes Lischka (11,1) und Guard Alex Harris (10) stellen sie gleich fünf Spieler, die im Schnitt zweistellig punkten. Dazu kommen der noch angeschlagene Aufbauspieler Mark Dorris, Flügel Jeff Greer und Big Man Kurt Looby.

Bamberg, Bayern und Berlin vor der Brust

John Patrick ist mit seinem Team dagegen bereits über den selbst gesteckten Zielen, denn die nächsten Gäste in eigener Halle heißen Brose Baskets, FC Bayern München und ALBA Berlin: „Vor der Saison war das Ziel, fünf der ersten zehn Spiele zu gewinnen. Jetzt haben wir die Chance, am zehnten Spieltag vor unseren Fans den siebten Sieg zu holen. Wenn man unseren Spielplan in den nächsten Wochen betrachtet, werden wir die auch brauchen.“