| Samstag, den 19. November 2011 um 00:14 Uhr |
| LaMarr Greer schießt die s.Oliver Baskets ab |
![]() Mit einer am Ende zu deutlich ausgefallenen Niederlage reisen die s.Oliver Baskets nach ihrer ersten Auswärtsbegegnung seit vier Wochen wieder in die Heimat. Vor 3.256 Zuschauern, darunter etwa 80 mitgereiste Würzburger Anhänger, mussten sie sich in der Volkswagenhalle den New Yorker Phantoms Braunschweig zum Auftakt des neunten Spieltages in der Beko BBL mit 63:78 (39:33) geschlagen geben. „Wir hatten sehr mit den Foulproblemen zu kämpfen. Braunschweig hat sehr aggressiv verteidigt, dadurch hat uns heute der Offensivrhythmus gefehlt“, kritisierte Baskets-Coach John Patrick nach der Partie und fand auch gleich den Grund: „Wir hatten keine gute Trainingswoche. Wir waren im Training oft nicht konzentriert genug gewesen. Vielleicht war diese Niederlage ganz gut, um die Konzentration wieder zu steigern.“ „Dirk Nowitzki, Schweinshaxe und süddeutsche Urgemütlichkeit sind die Wörter, die dem Norddeutschen beim Stichwort Würzburg spontan einfallen“, war im Vorwort der Braunschweiger Hallenzeitung zu lesen. Und wie man sich diese sprichwörtliche Gemütlichkeit vorzustellen hat, zeigte der Aufsteiger zu Beginn der Begegnung. Nach dreieinhalb Minuten waren die Gastgeber bereits mit 10:5 in Führung gegangen. Die Franken legten derweil eine ungewohnte Nervosität an den Tag. Doch trotz einer anfänglichen optischen Überlegenheit der Phantoms konnten die Baskets durch einige Einzelaktionen von Elliott, Jacobson und Kramer das Spiel weiter offen gestalten. Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr glich Ricky Harris nach sieben Minuten per Dreier erstmals zum 14:14 aus. Nur gut eine Minute später war es wiederum der US-Amerikaner, der den Aufsteiger erstmals mit einem Punkt in Führung brachte. Damit hatte Harris sein Pulver aber auch schon verschossen. Diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen Der weitere Spielverlauf entwickelte sich mit häufigen Führungswechseln zu dem erwarteten Krimi. Nach dem Seitenwechsel war es in der 23. Spielminute einmal mehr Ivan Elliott, der mit seinem 13. und 14. Punkt die zwischenzeitliche Führung der Baskets auf 44:37 erhöhte. Mit 19 Punkten und elf Rebounds bot Elliott am Ende auf Gästeseite die beste Leistung. Die Entscheidung fiel schließlich ab Mit des dritten Viertels. 44:42 stand es für die Unterfranken, als durch die Schiedsrichter zunächst ein fragwürdiges unsportliches Foul gegen Elliott gepfiffen wurde. Nachdem die Phantoms durch die resultierenden Freiwürfe und den folgenden Ballbesitz mit einem Punkt in Führung gegangen waren, folgte die nächste kuriose Szene. Der nächststehende Unparteiische pfiff ein Foul an Jason Boone, doch seine beiden Kollegen intervenierten. Das Foul wurde zurückgenommen und auf eine 24-Sekunden-Regelverletzung der Gäste entschieden. Innerhalb der nächsten zwei Minuten kassierten Jacobson, Boone und Little ihr jeweils viertes persönliches Foul. Greer läuft heiß Durch die vielen Unterbrechungen war der Spielrhythmus des Aufsteigers schließlich zum Erliegen gekommen, was auch dem Spielmacher der Niedersachsen, LaMarr Greer, nicht verborgen blieb. Der 35-jährige US-Amerikaner spielte in der Folge seine ganze Erfahrung aus, nutzte die nachlassende Gegenwehr und riss das Spiel an sich. „LaMarr hat die Mannschaft heute in den entscheidenden Phasen offensiv getragen. Zum Ende hin ist er heiß gelaufen und hat alles getroffen“, lobte Trainer Sebastian Machowski den mit 26 Punkten erfolgreichsten Schützen der Partie. Etwas einseitig fielen am Ende sowohl die Anzahl der Freiwürfe (Braunschweig 33 gegenüber sechs für Würzburg) und als auch die der Fouls (16 zu 29) aus. Nicht zuletzt diese Zahlen führten nach der Schlusssirene hinter vorgehaltener Hand für heftige Diskussionen über die Leistung der Unparteiischen. New Yorker Phantoms Braunschweig: Greer (26), Melzer (16), Dennis (9), Jorovic (8), Visser (7), Mittmann (5), Kulawick (4), Schröder (3), Schneiders s. Oliver Baskets: Elliott (19), Jacobson (13), Kramer (10), Boone (8), Harris (5), King (4), Little (2), Tomaszek (2), Clay Ausführliches Scouting |