| Sonntag, den 15. Januar 2012 um 23:39 Uhr |
| Frankfurt gewinnt Abwehrschlacht |
| Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Das Aufeinandertreffen der statistisch besten und der drittbesten Verteidigung der Beko BBL ist in der erwarteten Abwehrschlacht geendet. Nach einem hart umkämpften und mit viel Einsatz geführten Duell fügten die Fraport SKYLINERS den s.Oliver Baskets beim 56:51 (20:25) die zweite Heimniederlage zu. „20 Ballverluste bei nur vier Assists zeigen deutlich, dass uns heute das Teamplay gefehlt hat“, monierte Baskets-Trainer John Patrick. „Beide Teams haben für diese Schlacht ein Kompliment verdient. Es war ein unglaublich intensiver Kampf. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine richtig gute Verteidigung gespielt“, fasste sein Gegenüber, Muli Katzurin, die Begegnung zusammen. Bereits der erste Abschnitt offenbarte den 3.140 Zuschauern der ausverkauften s.Oliver Arena, was sie an diesem Abend erwarten würde. Auf beiden Seiten wurde um jeden Ball gekämpft und dem Gegner keinerlei Raum für Offensivaktionen gelassen. Nach zehn Minuten leuchtete somit ein magerer Spielstand von gerade einmal 10:9 für die Hausherren von der Anzeigetafel. Nach der ersten Viertelpause schien es zunächst, als könnten die Unterfranken die Begegnung an sich reißen. Immer öfter brachten sie in dieser Phase den Ball nach innen und suchten den Abschluss direkt am Korb. Nach zwei Korblegern von Robert Tomaszek und einem weiteren, mit Foul verwandelten Nahdistanztreffer von Ivan Elliott konnte sich Würzburg in der 16. Spielminute erstmals mit 19:11 absetzen. Nachdem sich die Hessen halbzeitübergreifend immer wieder heran kämpften, stellte erneut Tomaszek in der 25. Minute eine Neun-Punkte-Führung her. Dies sollte für die darauf folgenden fünf Minuten allerdings der letzte Treffer des Aufsteigers gewesen sein. „Wir haben heute von außen nicht gut getroffen“, kritisierte Baskets-Center Tomaszek nach Spielende. „Wir hätten das Spiel mehr unter den Korb verlagern sollen. Das ist uns in der ersten Halbzeit noch ganz gut gelungen.“ Es folgte ein 11:0-Lauf des letztjährigen Halbfinalisten, der erst mit dem letzten Angriff des dritten Durchgangs durch einen Dreier von Chester Frazier gestoppt werden konnte. Ein 34:34-Unentschieden versprach einen spannenden Schlussabschnitt. Entscheidung fällt achteinhalb Minuten vor Schluss Die Entscheidung fiel aber bereits achteinhalb Minuten vor Spielende. Nach einem Distanztreffer von Ben Jacobson waren die s.Oliver Baskets zunächst mit einem Punkt in Führung gegangen. Quantez Robertson antwortete darauf für die Bankenstädter mit einem Dreipunktspiel und einem weiteren Korberfolg nur wenige Sekunden später. Diese Führung sollten die SKYLINERS bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand geben. Bei noch neun Sekunden verkürzte Chris Kramer für den Tabellensiebten auf vier Punkte und sorgte damit noch einmal für einen kurzen Hoffnungsschimmer. Doch sowohl Michael Thompson als auch Johannes Herber behielten an der Freiwurflinie die Nerven und sicherten Frankfurt den Sieg. „Es war kein hübsches Spiel aber ein harter Kampf. Beide Teams haben in der Verteidigung alles gegeben. Frankfurt hat heute offensiv mit mehr Selbstvertrauen gespielt. Außerdem hat uns heute Ricky Harris als Shooter gefehlt“, analysierte Würzburgs Trainer John Patrick. Dessen Topscorer verspürte nach dem Samstagstraining erneut Schmerzen im Sprunggelenk und konnte deshalb wie schon zuletzt in Tübingen nicht eingesetzt werden. s.Oliver Baskets: Jacobson (15), Kramer (8), Elliott (8), Tomaszek (6), Boone (5), Little (4), Frazier (3), Kleber (2), King, Clay Fraport SKYLINERS: Robertson (12), Gibson (11), Davidson (10), Burtschi (7), McKinney (7), Herber (5), Thompson (4), Ohlbrecht, Nolte Ausführliches Scouting |