| Freitag, den 27. Januar 2012 um 14:47 Uhr |
| Ein besonders gewöhnliches Auswärtsspiel |
![]() Von einem besonderen Spiel wird überall gesprochen, wenn neben Trainer John Patrick auf Würzburger Seite gleich vier Spieler am Samstag um 19.30 Uhr zum Duell bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber, der BG Göttingen, antreten. Allerdings wird die Begegnung des 19. Spieltages nicht an der alten Wirkungsstätte dieses Quintetts, der Lokhalle, sondern in der neuen Sparkassen-Arena stattfinden. Nicht nur deshalb messen einige der Protagonisten der Partie keinen speziellen Status bei. „Das ist kein besonderes Spiel für mich, nur weil ich einmal dort gespielt habe. Ich will einfach nur gewinnen. Das ist das einzige, was zählt“, zeigt sich Ex-“Veilchen“ Chester Frazier gewohnt hoch motiviert. „Es ist kein besonderes Spiel für die Mannschaft. Jedes Spiel ist für uns wichtig“, teilt Headcoach Patrick die Meinung seines Point Guards. Von seiner Mannschaft fordert er Wiedergutmachung für die Heimniederlage vor zwei Wochen: „Nach unserem Frankfurt-Debakel, oder zumindest Offensiv-Debakel – es war frustrierend wie wir in der Offensive gespielt haben –, wollen wir uns rehabilitieren. Göttingen ist bestimmt motiviert gegen uns. Wir haben das erste Spiel klar gewonnen, aber sie haben viele neue Gesichter.“ Das angesprochene Hinspiel vor zwei Monaten in der s.Oliver Arena konnte der fränkische Aufsteiger mit 92:60 (48:29) für sich entscheiden. Überragender Akteur war dabei Baskets-Topscorer Ricky Harris mit 21 Punkten. Am Samstag wird Harris, der noch immer an einer Knöchelverletzung laboriert, aber wohl nicht eingreifen können. Alle übrigen Spieler kehrten am vergangenen Montag verletzungsfrei aus der einwöchigen ALLSTAR-Pause an den Main zurück. „Wir haben fünf harte Monate hinter uns. Diese Woche war eine gute Erholung für uns und eine Gelegenheit, unsere Körper nach den vielen harten Kämpfen auf dem Court zu regenerieren. Wir gehen nun alle wieder viel frischer ins Spiel“, meinte Würzburgs Verteidigungsass John Little zum Trainingsauftakt. “Veilchen“ mit einigen neuen Gesichtern Auf Seiten des Tabellenletzten aus Göttingen wussten im Hinspiel neben Aufbauspieler Paris Horne lediglich Center Raymond Sykes und Guard Kwadzo Ahelegbe zu überzeugen. Letzterer wurde inzwischen allerdings, genauso wie Flügelspieler Damian Saunders, aus dem Kader der Niedersachsen gestrichen. Im Gegenzug verpflichtete man Power Forward Sean Evans, Guard Matt Bauscher und Flügelspieler Jerel Allen nach. Außerdem steht den “Veilchen“ der im Hinspiel ausgefallene Spielmacher Kyle Bailey wieder zur Verfügung. Fehlen wird dagegen der langzeitverletzte Scorer Louis Dale. Doch nicht nur auf dem Parkett, sondern auch auf der Bank hat es seit dem Duell im November eine Veränderung gegeben. Der damalige Headcoach Stefan Mienack wurde durch seinen Assistenten Michael Meeks, der unter John Patrick in Göttingen noch als Spieler aktiv war, ersetzt. Meeks über das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkameraden: „Gegen die Fünf anzutreten ist so, als würde unsere Freundin, nämlich die Fans, Besuch von ihrem Ex-Freund bekommen.” Einen besonders außergewöhnlichen Ansporn für einen Erfolg findet aber auch der nach wie vor in Göttingen wohnhafte John Patrick: „Wir dürfen dieses Spiel am Samstag auf keinen Fall verlieren. Meine Söhne würden mir das sonst den ganzen Sommer oder noch länger übel nehmen. Für meine Jungs ist es sehr wichtig, dass wir gewinnen. Sie laufen das ganze Jahr über mit ihren s.Oliver-Baskets-Trikots durch Göttingen und müssten sich bei einer Niederlage wohl einiges von ihren Mitschülern anhören.“ |