| Samstag, den 29. Oktober 2011 um 23:05 Uhr |
| Die Würzburger Festung bleibt uneinnehmbar |
![]() Als 28. Mannschaft infolge haben sich auch die als ungeschlagener Tabellenführer angereisten Telekom Baskets Bonn in der mit 3.140 Zuschauern ausverkauften s.Oliver Arena die Zähne ausgebissen. Durch einen 71:61 (31:25)-Erfolg konnten die s.Oliver Baskets am Ende ihre Heimserie erfolgreich fortführen. „Die bessere Mannschaft hat heute verdient gewonnen“, gestand Bonns Cheftrainer Michael Koch nach der Partie. „Die Atmosphäre hier in dieser kleinen Halle ist etwas Besonderes. Würzburg ist eine Mannschaft, die zuhause schwer zu schlagen ist.“ Vom Tip-Off an starteten Cheftrainer John Patricks Spieler mit hoher Intensität und Aggressivität und gingen gleich im ersten Angriff durch einen Dreipunktewurf von Ben Jacobson in Führung. Der Spitzenreiter fand anfangs kein Mittel gegen die gewohnt starke Verteidigung der Hausherren, die auf 13:4 davonzogen. Erst zwei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts weckte Bonns Spielmacher Jared Jordan seine Teamkollegen mit einem erfolgreichen Distanzwurf. Der US-Amerikaner war es auch, der in der zwölften Minute zum 16:16 ausglich, ehe Tony Gaffney mit einem Dunking die Magentafarbenen erstmals kurzzeitig in Führung brachte. Bis zwei Minuten vor dem Seitenwechsel war die Begegnung in der Folge völlig ausgeglichen. Dann folgte beim Stande von 24:24 ein Sieben-Punkte-Lauf der s.Oliver Baskets, der einzig durch einen erfolgreichen Freiwurf von Chris Ensminger unterbrochen wurde. Mit einem Dreier direkt vor der Halbzeitsirene sorgte schließlich Ricky Harris für den 31:25-Pausenstand. Kopf-an-Kopf-Rennen setzt sich fort Auch der dritte Spielabschnitt entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf Gästeseite drehte vor allem der Scharfschütze Benas Veikalas auf. Der Flügelspieler erzielte 14 seiner 16 Punkte in der zweiten Hälfte. Einmal mehr war es aber in der 29. Minute Spielmacher Jared Jordan, der zum 46:45 für die Telekom Baskets abschloss, was zugleich den zweiten Führungswechsel bedeutete. Doch bevor das Spiel kippen konnte, verwandelte Oliver Clay für die Unterfranken einen Korbleger mit Foul. Zwar verfehlte der Bonusfreiwurf sein Ziel, doch nach einem Offensivrebound traf wiederum Harris aus der Distanz (50:48). Little und Kramer ebnen den Weg Viereinhalb Minuten vor Spielende setzten sich die s.Oliver Baskets durch zwei Drei-Punkte-Spiele – jeweils einen Korbleger mit Foul und erfolgreichem Freiwurf – durch John Little und Chris Kramer auf 57:51 ab. Doch die Gäste antworteten mit zwei Dreiern durch Veikalas und Jordan. Beim Spielstand von 58:57 wurde es noch einmal kritisch, doch der Aufsteiger bewies Nervenstärke und unglaublichen Siegeswillen. Getragen von der tobenden Stimmung in der Halle waren es erneut Little und Kramer, die dem Gegner mit zwei Dreiern die letzte Gegenwehr nahmen, wie Michael Koch resümierte: „Die beiden Dreier haben heute das Spiel entschieden. Wir hatten in der zweiten Halbzeit aber auch zu viele Ballverluste.“ Patrick gerät ins Schwärmen Sein Gegenüber John Patrick schwärmte förmlich von seinen Schützlingen, die den Rheinländern die erste Niederlage der Saison beibrachten: „Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute gegen sehr starke Bonner gespielt. Es war ein sehr intensives Spiel, das bis zum Ende nicht einfach war. Wir hatten heute viel Input von unseren Bankspielern. Alle Spieler haben heute Charakter gezeigt und alles gegeben.“ s.Oliver Baskets: Kramer (14), Little (13), Jacobson (11), Boone (8), Clay (8), Elliott (7), Harris (6), Tomaszek (4), Brown, King, Henneberger Telekom Baskets Bonn: Veikalas (16), Ensminger (13), Jordan (12), Gaffney (12), Serapinas (4), Buljan (4), Mangold, Thülig, Hain Ausführliches Scouting |