| Donnerstag, den 17. November 2011 um 13:17 Uhr |
| Charaktertest in Braunschweig |
![]() Nach zuletzt drei Heimspielen in Folge reisen die s.Oliver Baskets in dieser Woche zur Auswärtspartie nach Braunschweig. Am Freitag wird der Tabellenzweite aus Würzburg um 19.30 Uhr in der Volkswagenhalle auf die dort beheimateten New Yorker Phantoms treffen. Die Gastgeber belegen derzeit mit einer ausgeglichenen Bilanz von je vier Siegen und Niederlagen den neunten Rang der Beko BBL. „Am Freitag erwartet uns in Braunschweig der nächste Charaktertest“, kündigte Baskets-Trainer John Patrick am vergangenen Samstag im Anschluss an den Heimsieg gegen Göttingen bereits an. Und auch wenn es beim Blick auf die Tabelle zunächst nicht so scheinen mag, wird die Unterfranken ein schwerer Gegner, der durchaus als Favorit in das Spiel geht, erwarten. Anders als die s.Oliver Baskets mussten die Phantoms bereits gegen sämtliche Topmannschaften der Liga spielen. Während sie von den Brose Baskets (57:95) und Alba Berlin (68:87) recht deutlich abgefertigt wurden, verloren sie die Partien im Audi Dome gegen den FC Bayern (87:90) und zuhause gegen die Artland Dragons (71:72) nur knapp und teils unglücklich. Damit stammen alle vier bisherigen Saisonniederlagen aus Begegnungen mit potentiellen Meisterschaftsanwärtern. Die übrigen vier Partien beendete der Playoff-Teilnehmer des Vorjahres gegen Phoenix Hagen (103:74), im Niedersachsen-Derby bei einem weiteren Meisterschaftskandidaten in Oldenburg (90:88), in Ludwigsburg (70:69) und in Trier (63:52) als Sieger. Viel Erfahrung im Backcourt Im Kader der von Sebastian Machowski trainierten Mannschaft finden sich unterdessen so klangvolle Namen wie Immanuel McElroy und LaMarr Greer. Der 31-jährige Shooting Guard McElroy, zwischen 2006 und 2009 drei Jahre in Folge zum besten Verteidiger der Liga gekürt, war in der Sommerpause aus Berlin zu den Niedersachsen gewechselt. Zusammen mit dem schon 35 Jahre alten Spielmacher LaMarr Greer bildet McElroy den wohl ältesten, aber auch erfahrensten Backcourt der Liga. Greer spielte nach seiner Zeit bei den Florida State Seminoles bereits in der amerikanischen IBL (der heutigen NBA D-League), in Italien, Russland, der Ukraine, Griechenland, auf Zypern und in Israel, bevor er 2010 zu seinem jetzigen Verein in die Beko BBL wechselte. Wie auch bei den s.Oliver Baskets sind die Angriffsoptionen beim letztjährigen Pokalfinalisten relativ ausgeglichen verteilt. Mit Center Kyle Visser (11,1 Punkte pro Partie), Power Foward Rich Melzer (10,9) und Guard Nick Williams (10,6) punkteten drei Spieler in den bisherigen Begegnungen im Schnitt zweistellig, wobei Letzterer Anfang November aus “sportdisziplinarischen Gründen“ freigestellt wurde. Wiedersehen mit Nils Mittmann Bei den Phantoms nimmt man das Duell mit dem Liganeuling aus dem Süden sehr ernst. „Man sieht natürlich ganz deutlich die Handschrift von Trainer John Patrick, der für die knallharte, aggressive Spielweise seiner Mannschaft bekannt ist“, schätzt Phantoms-Coach Machowski den Aufsteiger ein: „Wie zuvor in Göttingen, hat er es verstanden, ein Team zusammenzustellen, das sehr gut zusammenspielt. Auf Platz zwei muss man natürlich auch erst einmal rutschen. Das sollte uns ein Warnsignal sein.“ Die unterfränkischen Fans werden derweil in der Volkswagenhalle auch auf einen Bekannten aus früheren Bundesligatagen treffen. Der gebürtige Braunschweiger Nils Mittmann spielte von 2003 bis 2005 für den damaligen Bundesligisten TSK Würzburg. Nach dem Abstieg in die zweite Liga war der 31-jährige Forward zunächst zu einem dreijährigen Gastspiel nach Ludwigsburg und im Jahr 2008 schließlich wieder zurück in seine Heimat gewechselt. |