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Montag, den 03. Oktober 2011 um 17:53 Uhr
Holpriger Start endet in erster Pleite
Von Sebastian Hader   


Aufsteiger FC Bayern München ist vor 6.000 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome mit einer Niederlage in die Beko Basketball Bundesliga gestartet. Im Eröffnungsspiel der 46. Spielzeit erholte sich die prominent besetzte Mannschaft von Cheftrainer Dirk Bauermann zwar von einem frühen 14-Punkte-Rückstand, unterlag den neu formierten Telekom Baskets Bonn letztlich jedoch nach Verlängerung mit 76:80 (72:72, 38:37).


Mit dieser ersten Enttäuschung im Gepäck reisen die Münchener nun direkt weiter nach Belgrad, um am Mittwoch im Saisoneröffnungsspiel gegen das von Svetislav Pesic gecoachte Team von Roter Stern weitere Fortschritte zu machen. Dass bei den Bayern an vielen Stellen die Räder noch längst nicht ineinandergreifen, zeigten die ersten Minuten in Bonn mehr als deutlich. Während die Hausherren einen Auftakt nach Maß erwischten, agierten die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt in der Verteidigung unerwartet passiv sowie im Angriff oftmals zu statisch. 6:20 las sich daraus resultierend das Zwischenergebnis aus Sicht des namhaften Aufsteigers nach sieben gespielten Minuten.

Schwethelm und Nadjfeji leiten Wende ein


Nach einem Viertel Anlaufzeit aber fingen sich die FCB-Korbjäger und leiteten, angeführt von Nationalspieler Philipp Schwethelm (zwei Dreier) und dem mit insgesamt 25 Punkten, 13 Rebounds und fünf Vorlagen an früherer Wirkungsstätte herausragenden Aleksandar Nadjfeji, die Wende ein. Die Bonner dagegen verloren ihren Schwung aus der Anfangsphase ebenso wie die litauischen Flügelspieler Benas Veikalas und Simonas Serapinas deren Treffsicherheit. Jonathan Wallace' Dreier zum 32:30 bedeutete somit vier Minuten vor der Halbzeitpause die erste Bayern-Führung des Spiels.

Im dritten Durchgang bauten die Münchener ihre Führung dann zwischenzeitlich bis auf acht Zähler (55:47) aus, der Vorjahres-13. aber blieb auf Tuchfühlung und wusste daraus im Schlussviertel Kapital zu schlagen. Der mit vier Fouls belastete Andrej Mangold und Zvonko Buljan brachten die Telekom Baskets wieder in Führung (64:62) und den Telekom Dome zum Kochen. Eine Differenz von zwei Zählern trennte beide Teams auch 24 Sekunden vor Schluss, doch weil Nadjfeji im letzten Bayern-Angriff traf und auf der Gegenseite Veikalas' letzten Wurfversuch mit Ablauf der Uhr blockte, ging es in die Verlängerung.

Bauermann: Haben noch einen langen Weg vor uns

Die eröffneten die Gäste durch Hall und Foster erfolgreich, doch die ersten vier Punkte in der Overtime blieben gleichzeitig die letzten der Münchener. Denn trotz ihres ebenfalls neu zusammengestellten Kaders präsentierten sich die Bonner um den unverändert starken Chris Ensminger in der entscheidenden Phase als die geschlossenere Einheit. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben“, räumte FCB-Headcoach Dirk Bauermann im Anschluss an die Auftaktniederlage ein.

Telekom Baskets Bonn: Ensminger (17), Veikalas (16), Buljan (14), Serapinas (11), Jordan (9), Gaffney (7), Mangold (6), Hain, Thülig
FC Bayern München: Nadjfeji (25), Foster (14), Schwethelm (12), Hansbrough (10), Hall (6), Wallace (6), Jagla (2), Hamann (1), Boumtje Boumtje, Greene
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