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Samstag, den 08. Oktober 2011 um 20:55 Uhr
FC Bayern feiert ersten Saisonsieg
Von Sebastian Hader   


Der erste Sieg für die Münchener Bayern in der Beko Basketball Bundesliga ist perfekt. In einer bis in die Schlusssekunden umkämpften Partie bezwang das Team von Headcoach Dirk Bauermann vor 5.800 Zuschauern im Audi Dome die New Yorker Phantoms Braunschweig mit 90:87 (41:40). Nach über weite Strecken großen Problemen von der Freiwurflinie bewiesen die Hausherren in der entscheidende Phase Nervenstärke.


13 Treffer bei 29 Versuchen wies die Statistik für die Bayern aus, als Braunschweigs Nils Mittmann Philipp Schwethelm 28 Sekunden vor Schluss beim Stande von 80:81 aus Sicht der Phantoms an die Linie schickte. Der Nationalspieler zeigte jedoch ebenso wenig Nerven wie in der Folge Je'Kel Foster und Jonathan Wallace. Lediglich einen der letzten zehn Versuche vergaben die Münchener, wobei Foster den letzten bei noch zwei Sekunden auf der Uhr und drei vor zu Gunsten seiner Mannschaft wohl absichtlich daneben gesetzt haben dürfte. Den Gästen blieb somit nicht mehr die nötige Zeit für einen kontrollierten Abschluss, Mittmanns Verzweiflungsdreier aus der eigenen Spielhälfte mit der Schlusssirene traf lediglich das Brett.

Erneut kein guter Start


„Das war natürlich ein Zitterspiel“, war die Erleichterung über den ersten Saisonsieg bei FCB-Cheftrainer Dirk Bauermann spürbar. „Wir haben im ersten Viertel Nerven gezeigt ohne Ende und hatten in der zweiten Halbzeit große Probleme von der Freiwurflinie. Als es aber darauf ankam, waren wir da.“ Tatsächlich erwischte der Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt beim ersten Liga-Auftritt vor heimischer Kulisse wie schon in Bonn keinen guten Start. Elf Zähler (6:17) betrug nach fünfeinhalb Minuten der Rückstand aus Sicht der Gastgeber, die allen voran Mittmann, der zehn der ersten 13 Braunschweiger Punkte markierte, offensichtlich nicht auf der Rechnung hatten.

Wallace reißt das Ruder herum

Während die Phantoms ihre Linie aber nicht einhalten konnten, übernahm auf Seiten der Münchener Jonathan Wallace. Mit zwischenzeitlich sieben Zählern in Serie und seinem Dreier zum 40:39 kurz vor der Pause zeichnete der US-Amerikaner maßgeblich für den ersten Führungswechsel der Partie verantwortlich. Die verteidigten die Bayern nach dem Seitenwechsel und bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich bis auf acht Zähler (65:57) aus, mussten aufgrund ihrer schwachen Freiwurfquote jedoch bis zum Ende zittern.

„Wer hätte gedacht, dass eine von mir trainierte Mannschaft einmal 90 Punkte macht“, flachste Bauermann nach Spielende, wohl wissend, dass noch einiges an Arbeit vor ihm und seinem Team liegt. Ernst wird es für die FCB-Korbjäger bereits wieder am Mittwoch, wenn die WALTER Tigers Tübingen ab 19.30 Uhr zu Gast im Audi Dome sind. „Vielleicht hilft uns dieser erste Sieg, dann etwas befreiter zu spielen. Es wäre natürlich schön, jetzt eine Miniserie hinzulegen“, formuliert der Bayern-Coach das nächste Etappenziel.

FC Bayern München: Wallace (25), Foster (16), Hamann (13), Nadjfeji (11), Schwethelm (11), Jagla (10), Hansbrough (4), Greene, Hall, Radosavljevic
New Yorker Phantoms Braunschweig: Dennis (18), Melzer (18), Williams (14), Mittmann (13), Visser (9), Kulawick (3), McElroy (2), Schneiders, Theis
Ausführliches Scouting