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Mittwoch, den 07. Dezember 2011 um 10:56 Uhr
Abgeklärte Russen am Ende zu stark
Von Christian Gadenne / Sebastian Hader   


Der FC Bayern München hat sein EuroCup-Gruppenspiel gegen den ungeschlagenen Favoriten aus St. Petersburg vor 3.218 Zuschauern im Audi Dome mit 60:72 (28:39) verloren. Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften hat der FC Bayern dennoch. Mit zwei Siegen in den verbleibenden Partien gegen Zagreb und Treviso könnte sich der FCB bei seiner EuroCup-Premiere für die nächste Runde qualifizieren.


Gegen die giftig verteidigenden Russen indes taten sich die Münchener von Beginn an schwer. Die Gäste schossen wesentlich zielsicherer, was einen 4:13-Rückstand aus FCB-Sicht nach sechs Minuten zur Folge hatte. Und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs (10:20) ließ sich die Situation zunächst nicht zum Besseren wenden. Spartak baute seine Führung bis auf 29:14 aus, ehe die Bayern mit Korberfolgen von Jared Homan, Steffen Hamann und Chevon Troutman einen kleinen Lauf starten und den Tabellenführer der Gruppe G zu einer Auszeit zwingen konnten. Tatsächlich gelang es den St. Petersburgern damit, den Schwung der Bayern zu bremsen und sie zur Halbzeit auf Distanz zu halten (28:39).

Dabei blieb es auch nach dem Seitenwechsel (32:46), ehe der erste FCB-Dreier des Spiels, erzielt von Ben Hansbrough, einen Ruck durch den Audi Dome gehen ließ. Die Russen zeigten auf einmal so etwas wie Nerven, während die Gastgeber sich bis auf 42:46 heranarbeiteten. Hansbrough und Schwethelm verkürzten weiter, bevor der US-Amerikaner erneut von jenseits der 6,75m traf und damit für die erste Münchener Führung seit dem 2:0 sorgte. Die Gäste aber antworteten trocken, gingen ihrerseits wieder in Front und verwandelten 18 Sekunden vor der letzten Viertelpause sogar noch einen weiten Dreier aus neun Metern gegen den Mann und mit Ablauf der 24 Sekunden (49:56).

20:0-Lauf Spartaks besiegelt Niederlage

Und auch im letzten Durchgang machte der Tabellenführer sofort ernst und legte weitere fünf Punkte nach. Bayern verlor dadurch den mühsam erkämpften Rhythmus, die Gäste spulten ihre Systeme herunter und zogen davon – angeführt von Patrick Beverley und Valery Likhodey. Nach einem 20:0-Lauf des Gegners zum 49:68-Zwischenstand mussten die Hausherren anerkennen, dass gegen die St. Petersburger an diesem Abend nichts zu holen war.

„Es ist uns im ersten Viertel nicht gelungen, da weiterzumachen, wo wir gegen Gießen aufgehört haben. Die Idee war, dem Spiel sofort unseren Stempel aufdrücken und mit großer Energie und Aggressivität St. Petersburg ein wenig die Luft zum Atmen zu nehmen“, bilanzierte FCB-Headcoach Dirk Bauermann. „Wir waren deutlich zu respektvoll und vorsichtig. Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die eine sehr hohe europäische Qualität hat.“

FC Bayern München: Troutman (15), Hansbrough (13), Homan (12), Benzing (4), Nadjfeji (4), Schwethelm (3), Wallace (3), Greene (2), Hamann (2), Jagla (2)
Spartak St. Petersburg: Keyru (13), Mavrokefalidis (13), Halperin (10), Likhodey (10), Beverley (9), Zupan (9), Zozulin (6), Dragicevic (2), Strelnieks
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