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Donnerstag, den 15. April 2010 um 14:57 Uhr
(Saison-)Finale an der Säbener Straße
Von Christian Gadenne   
Es ist ein ganz besonderes Saisonfinale: Im letzten Heimspiel der Spielzeit 2009/10 wollen sich die Pro-A-Basketballer des FC Bayern München mit einem Sieg bei ihrem Publikum bedanken. Der Gegner am Samstag ab 19.30 Uhr heißt Science City Jena. Nach der 62:81-Niederlage im Hinspiel zu Jahresbeginn stehen alle Zeichen auf Revanche. Dabei haben die Spieler im Hinterkopf, dass am Samstag gleichzeitig auch die insgesamt sehr erfolgreiche Zeit in der “Säbener Hölle“ zu Ende geht.

Das Bayern-Maskottchen wird die "Säbener Hölle" am Samstag wohl letztmalig animieren. Foto: S. Hader

Das Bayern-Maskottchen wird die "Säbener Hölle" am Samstag wohl letztmalig animieren. Foto: S. Hader

Mit Hochdruck arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund am Umzug in die neue Spielstätte – das Olympia-Eisstadion. Die Städtische Halle an der Säbener Straße bietet nicht ausreichend Platz für die in der kommenden Spielzeit von der Liga geforderten 1.500 Zuschauerplätze. Nach zahlreichen Regionalliga-Meisterschaften und nunmehr schon mehreren Erst- und Zweitligaspielzeiten wird die Begegnung vom Wochenende voraussichtlich die letzte Ligapartie des Bundesligateams in der Säbener Halle sein. Umso wichtiger ist ein Sieg zum Abschluss. Doch die Jenaer sind ein harter Brocken. Besonders seitdem sie Georg Eichler als Cheftrainer betreut. Der gebürtige Münchner war in den 90er Jahren als Spieler des FCB aktiv und von 2000-2006 hauptamtlicher Trainer mehrerer Jugend- und Herrenmannschaften des FC Bayern München, mit denen er viele Erfolge feierte. Als ausgesprochen guter Kenner des Münchner Basketballs wird er seine Truppe für die Begegnung des 29. Spieltages, wie schon im Hinspiel, ausgezeichnet einstellen.

Gleich vier seiner Spieler punkten durchschnittlich zweistellig. Allen voran kommt US-Center Jermyl Jackson-Wilson auf knapp 13 Zähler und zusätzlich acht Rebounds pro Partie. Ähnlich stark und sehr engagiert agiert auch US-Boy Adrian Hill. Gute Verpflichtungen haben die Thüringer Verantwortlichen auch für die deutschen Pflichtpositionen vorgenommen. Die Nachwuchsspieler Simon Schmitz, Kevin Wysocki (beide mehr als elf Punkte pro Spiel) und Oskar Faßler haben großen Anteil am Erfolg der Universitätsstädter. Last but not least kann auch der langjährige Erstligaspieler Michael Lake mit seinen Distanzwürfen Spiele im Alleingang entscheiden.

Für einen Sieg im letzten Heimspiel der Saison wird dem Team der FCB-Trainer Michael Schwarz und Mauro Parra noch einmal alles abverlangt. Zumal die Verletzungssituation sich nur zögerlich entspannt. Beim 66:61-Auswärtssieg in Nördlingen konnten nur drei deutsche Spieler auf den zwei Pflichtpositionen eingesetzt werden. Zudem fiel Rasheem Barrett wegen einer Fußgelenksverletzung aus. Trainer Michael Schwarz äußerte sich besorgt zu der Situation: „Wir haben das Trainingspensum merklich reduziert. Zum einen aufgrund der hohen Verletzungsquote und zum anderen nähern wir uns dem Ende einer langen Saison und wollen noch einmal alle Kräfte für die zwei verbleibenden Spiele bündeln. Wir wollen die beiden Spiele unbedingt gewinnen.“