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| Montag, den 19. Dezember 2011 um 14:01 Uhr |
| Nach Kaltstart die Ruhe bewahrt |
| Von Christian Gadenne / Sebastian Hader |
![]() Vorweihnachtszeit hin oder her: Der FC Bayern München hat vor 5.600 Zuschauern im Audi Dome keine Geschenke verteilt. Mit 76:70 (36:33) bezwang die Mannschaft von Cheftrainer Dirk Bauermann die TBB Trier und wahrte den Anschluss zur Tabellenspitze. Den weitaus besseren Start in die Begegnung des 13. Spieltages in der Beko Basketball Bundesliga erwischten allerdings die Gäste aus Rheinland-Pfalz. 0:8 hieß es nach zwei gespielten Minuten aus Sicht der Gastgeber, die sich durch die schnelle Führung der Trierer allerdings nicht aus der Ruhe bringen ließen. Zwei Dreier von Demond Greene und Robin Benzing stellten den Anschluss wieder her, ein weiterer des Nationalspielers verkürzte wenig später auf 10:11. Die TBB erwies sich aber als von ihrem Headcoach Henrik Rödl bestens eingestellt. Bayern dagegen kam nicht recht in Tritt und musste den Gegner wieder wegziehen lassen (12:20). Bauermann wechselte, um die schlagkräftigste Besetzung auf dem Feld zu finden, während Schwethelm zum 17:23-Zwischenstand nach zehn Spielminuten traf. Mit ihrer variablen und aggressiven Verteidigungsarbeit setzten die Trierer die Hausherren weiter schwer unter Druck, doch die Münchener blieben dran und konnten nach knapp sieben Minuten durch einen Schwethelm-Dreier zum 29:29 ausgleichen. Dank ihrer Treffsicherheit aus der Distanz behaupteten die Bayern zur Pause gar eine knappe Führung (36:33). Nur Troutman und Homan punkten Weil beide Teams extrem hart verteidigten und jeglichen Spielfluss zu unterbinden suchten, blieb die Partie auch nach dem Seitenwechsel zerfahren. Wohl fühlten sich in dieser Phase vor allem Chevon Troutman und Jared Homan: Die beiden US-Center in Reihen des FCB kämpften unter den Körben und waren über acht Minuten lang im dritten Durchgang die einzigen beiden Akteure, die für den Aufsteiger punkteten. Im Anschluss machte sich Jonathan Wallace von jenseits der 6,75m-Linie bemerkbar (53:47) und stellte wenig später mit zwei verwandelten Freiwürfen den 56:49-Zwischenstand nach dem dritten Viertel sicher. Wallace trifft wichtigen Dreier Und auch der Auftakt des Schlussabschnitts verlief aus Sicht der Hausherren vielversprechend: Ein Dreier von Ben Hansbrough nach klugem Pass von Wallace und ein eleganter Fade-Away-Sprungwurf an der Grundlinie von Benzing sorgten erstmals für einen zweistelligen Vorsprung (61:51). Doch in der Folge taten sich die Münchener erneut schwer und ließen die Gäste nicht nur herankommen, sondern zum Entsetzen der Fans sogar ausgleichen. Dann aber ging der von den Rängen ersehnte Ruck durch die Mannschaft, der Druck in der Verteidigung wurde wieder erhöht und im Angriff übernahm insbesondere Wallace das Kommando. Er brachte den Ball souverän nach vorne und traf einen enorm wichtigen Dreier zum 66:61 2:50 Minuten vor Schluss. Trier versuchte nun noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, doch die Bayern ließen sich den siebten Sieg im achten Heimspiel der Saison nicht mehr nehmen. Stimmen zum Spiel: Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier): „Glückwunsch an Dirk und seine Mannschaft. Sie haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Bayern hat in der entscheidenden Phase weniger Fehler gemacht und auch sehr gute Wurfquoten gehabt. Wir hatten zu viele Fehler in der entscheidenden Phase, um zum Sieg zu kommen. Trotzdem bin ich sehr stolz, wie sich die Mannschaft hier präsentiert hat. Wir haben Bayern München in einem unfassbaren Ambiente alles abverlangt.“ Dirk Bauermann (Headcoach FC Bayern München): „Man muss Henrik Rödl und seiner Mannschaft gratulieren. Trier hat uns in der Tat alles abverlangt. Sie haben viel von dem weggenommen, was uns im Angriff ausmacht. Sie haben mit viel Feuer, viel Energie gespielt und sie waren in der ersten Halbzeit auch die defensiv aggressivere Mannschaft. Für uns war wichtig, dass wir uns von dem rostigen Start erholt haben und einen Rhythmus gefunden haben. Als das Spiel noch einmal hätte kippen können, haben wir die Contenance bewahrt.“ FC Bayern München: Wallace (18), Troutman (18), Benzing (15), Schwethelm (8), Homan (7), Greene (5), Hansbrough (3), Hamann (2), Jagla, Nadjfeji TBB Trier: Zirbes (16), Washington (13), Dojcin (10), Zwiener (7), Bynum (6), Faßler (6), Linhart (5), Joyce (5), Seiferth (2), Picard, Saibou Ausführliches Scouting |