Banner
Mittwoch, den 30. November 2011 um 11:31 Uhr
Münchener verlieren Spiel und Foster
Von Christian Gadenne (Foto: Sebastian Hader)   


Die Basketballer des FC Bayern haben den dritten Sieg des unangefochtenen Spitzenreiters in der EuroCup-Gruppe G nicht verhindern können. Vor 2.100 Zuschauern im Yubileyni Sport Palace unterlagen die Münchener Spartak St. Petersburg mit 62:75 (26:36). Ausschlaggebend für die Niederlage in Russland waren unter anderem ein schwaches zweites Viertel (7:16) und der verletzungsbedingte Ausfall von Je'Kel Foster.


Den ersten Durchgang konnten die Gäste gegen starke St. Petersburger ausgeglichen gestalten (19:20). Allen voran Robin Benzing hielt seine Mannschaft mit neun frühen Punkten im Spiel. Doch im zweiten Viertel verloren die Bayern den Faden. St. Petersburg legte zur Mitte des Viertels einen 10:3-Lauf hin und konnte sich somit zur Halbzeitpause eine erste deutliche Führung herausarbeiten (36:26). Kurz vor dem Kabinengang verletzte sich dann sehr zum Leidwesen der Bayern auch noch Leistungsträger Je’Kel Foster am Fuß und konnte daraufhin nicht mehr eingesetzt werden.

Bayern vor Schlussviertel in Reichweite

Die Halbzeitansprache von FCB-Headcoach Dirk Bauermann zeigte aber offenbar Wirkung: Chevon Troutman blies mit einem Drei-Punkte-Spiel und einem verwandelten Dreier zur Aufholjagd. Als Benzing und Kapitän Steffen Hamann in der 27. Spielminute den Rückstand zum wiederholten Male auf unter zehn Zähler verkürzten, nahm Spartak die Auszeit. Dennoch gewannen die Bayern das dritte Viertel mit 19:17 und lagen somit vor dem Schlussdurchgang noch in Reichweite (45:53). Center-Neuzugang Jared Homan ließ den Vorsprung der Russen zu Beginn des letzten Viertels auf sechs Punkte schmelzen (47:53), ehe Benzing seine Mannschaft in der 33. Spielminute gar auf vier Punkte heranbrachte (52:56). Doch dann zeigten die St. Petersburger um Patrick Beverley und Loukas Mavrokefalidis ihre Klasse. Mit einem 13:0-Lauf zogen sie innerhalb von vier Spielminuten uneinholbar davon (52:69).

Größere internationale Erfahrung ausschlaggebend

„Wir haben bis auf eine Schwächephase im zweiten Viertel mit St. Petersburg, die aus meiner Sicht klar die stärkste Mannschaft in der Gruppe sind, auf Augenhöhe gespielt. Im letzten Viertel haben wir das Spiel noch einmal eng gemacht, aber dann machten die erfahrenen St. Petersburger Spieler den Sack zu. Am Ende war die größere internationale Erfahrung des Gegners ausschlaggebend. Alles in allem war es eine ordentliche Leistung gegen eine Mannschaft, die in ihrer Entwicklung weiter ist als wir, und heute verdient gewonnen hat“, resümierte Cheftrainer Dirk Bauermann nach der Partie.

Spartak St. Petersburg: Beverley (17), Mavrokefalidis (13), Dragicevic (11), Keyru (11), Halperin (9), Likhodey (6), Zupan (6), Zozulin (2), Strelnieks
FC Bayern München: Benzing (16), Troutman (15), Jagla (12), Hamann (10), Hansbrough (4), Homan (4), Nadjfeji (1), Foster, Greene, Schwethelm
Ausführliches Scouting