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Montag, den 19. April 2010 um 10:00 Uhr
Bayern verlieren letztes Heimspiel gegen Jena
Von Dominik Blanz   
1.100 Zuschauer verliehen dem letzten Heimspiel der Pro-A-Basketballer des FC Bayern München einen würdigen und stimmungsvollen Rahmen, hieß es doch, Abschied zu nehmen aus der angestammten Spielstätte "Säbener Hölle". Das Team von Science City Jena war stets ein Gegner auf Augenhöhe und schnappte sich den Sieg beim äußerst knappen 92:94 (45:45) am Ende auch den Sieg und die Punkte.

Sebastian Greene wurde vom Münchner Publikum zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt. Foto: Jürgen Wieber

Sebastian Greene wurde vom Münchner Publikum zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt. Foto: Jürgen Wieber

Doch vor dem eröffnenden Sprungball hielt das Geschehen in der Sporthalle inne, Abteilungsleiter Peter Kemmer erinnerte an den letztjährigen Kapitän der Bayern, Stuart Robbins, der wenige Tage zuvor in Irland gestorben war. Im Gedenken an einen tollen Sportler und feinen Menschen erhoben sich alle Anwesenden zu einer bewegenden Schweigeminute für "Stu". Angesichts dieser Tragödie war es sowohl für die Zuschauer als auch für die Spieler nicht einfach, sich kurze Zeit später wieder voll auf den Sport zu konzentrieren. So kam die Partie eher schleppend in Gang und plätscherte ein wenig vor sich hin: Keines der beiden Teams konnte sich absetzen, nach jeweils drei bis vier Pünktchen Vorsprung war Schluss, und der Gegner holte wieder auf. Nach zehn Minuten führte der FCB hauchdünn mit 25:23.

In der Viertelpause wurde der verletzte Sebastian Greene als “Most Valuable Player“ (wertvollster Spieler) der Saison geehrt und mit einem ansehnlichen Pokal ausgezeichnet. Er stellte seine Krücken kurz zur Seite, um die Trophäe stolz und voller Freude in Richtung seiner Fans zu recken und sich zu bedanken. In Spielabschnitt zwei legten die Bayern zwar gewaltig los, indem Markus Hübner einen mächtigen Tip-Dunk in den Korb hämmerte und Christian Hoffmann bald darauf einen Dreier traf, doch insgesamt versäumte man es in der ersten Halbzeit schlichtweg, Jena auf Distanz zu halten. Dies hatte vor allem zwei Gründe, die der Statistik zu entnehmen waren: sieben Offensivrebounds und neun erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe für Jena. So waren die Bayern mit dem 45:45-Halbzeitstand im Prinzip noch gut bedient.

Die zweite Hälfte sorgte für beste Unterhaltung, indem die Führung häufig wechselte und kein Team sich absetzen konnte. Die Bayern blockten nun besser aus und ließen kaum mehr Offensivrebounds für die Gäste zu, allerdings machten der Mannschaft von Trainer Michael Schwarz Foulprobleme und Undiszipliniertheiten zu schaffen. Robert Maras wurde Mitte des dritten Viertels nach seinem dritten Foul sicherheitshalber auf die Bank beordert, Josh Mueller überdrehte zu oft, rieb sich in Alleingängen auf und vertändelte auf diese Weise den Ball zu häufig.

Mitte des vierten Viertels drohten die Jenaer zu enteilen, doch drei Dreier der Bayern-Center sorgten für den erneuten Ausgleich von 84:84. Kapitän Maras versenkte einen, "Mister Zuverlässig" Markus Hübner gleich deren zwei. Am Ende halfen aber sämtliche Bemühungen nichts, denn egal, was die Münchner anstellten, Jena behielt die Führung und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. Die Schwarz-Truppe hatte viel Kraft gelassen und verkaufte sich teuer, was angesichts der langen Verletztenliste trotz der Niederlage für Anerkennung auf Seiten der Fans sorgte.

FC Bayern München: Mueller (22), Maras (16), Barker (16), Barrett (14), Hübner (10), Hoffmann (5), Stemler (5), Rotim (4)
Science City Jena: Lake (25), Jackson-Wilson (18), Wysocki (17), Hill (15), Schmitz (9), Reyes-Napoles (6), Diestelhorst (2), Jost (2)
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