Möchtest Du dabei helfen, ein starkes Portal noch stärker zu machen? COURT-VISION.DE sucht zur Verstärkung seines Teams Mitarbeiter an den Zweitliga-Stnadorten. Wir geben Dir die Möglichkeit, Dir mit spannenden Spielberichten, packenden Interviews und interessanten Hintergrundstorys einen Namen in der Szene zu machen und Deinem Verein ganz nah zu sein.
Mehr Informationen
| Samstag, den 26. November 2011 um 23:27 Uhr |
| Bayern schlagen sich am Ende selbst |
| Von Sebastian Hader |
![]() Ein überragender DaShaun Wood, vor allem aber eine Reihe haarsträubender Fehler in den entscheidenden Situationen haben dem FC Bayern München im Spitzenspiel des zehnten Spieltages in der Beko Basketball Bundesliga die erste Heimniederlage beschert. Vor 6.700 Zuschauern im erstmals in dieser Saison ausverkauften Audi Dome unterlag die Mannschaft von Headcoach Dirk Bauermann ALBA Berlin mit 79:85 (43:39). Bayern-Kapitän Steffen Hamann war die tragischste Figur des ersten Gipfeltreffens zwischen dem ambitionierten Aufsteiger und dem achtmaligen Deutschen Meister aus der Hauptstadt. Als Heiko Schaffartzik von der Freiwurflinie den Berliner Sieg endgültig sicherstellte, musste sich der Spielmacher der Münchener auf der Bank deutliche Worte seines Trainers gefallen lassen. Mit seinem unbeholfenen Reboundverhalten ermöglichte Hamann ALBAs Wood 15 Sekunden vor Schluss zunächst einen wichtigen Offensivrebound, foulte den Gäste-Spielmacher anschließend und bot ihm damit die Chance, vor dem vermeintlich letzten Angriff der Partie auf drei Zähler Differenz zu stellen. Der US-Amerikaner aber ließ einen Freiwurf liegen und den Hausherren damit alle Möglichkeiten. Die schenkte Hamann jedoch weg, indem er beim Versuch eines Pick-and-Roll-Anspiels auf Chevon Troutman einen Katastrophen-Pass in die Hände der Berliner spielte. Wichtige Rebounds abgegeben Die Niederlage am Kapitän festzumachen, wäre aus Bayern-Sicht jedoch zu einfach. Wie schon bei den knappen Spielen in Quakenbrück oder Oldenburg fehlte der Truppe von Cheftrainer Dirk Bauermann offensiv das richtige Konzept und defensiv die Orientierung. Dass der Ball in den entscheidenden Momenten zu Je'Kel Foster gehen würde, hatte sich längst bis in die Hauptstadt herumgesprochen. Trotz starker Statistiken kam der US-Amerikaner daher nicht so zur Geltung wie von den Münchenern beabsichtigt. Endgültig verloren die Hausherren die Begegnung aber, indem sie den Berlinern bei einem Zähler Rückstand in den letzten 30 Sekunden in einem Angriff gleich dreimal den Offensivrebound überließen. Zur Pause verdient vorne Chancen, für einen erfreulicheren Ausgang des Topspiels zu sorgen, besaßen die Gastgeber genug. Sowohl ins erste als auch ins zweite Viertel starteten die FCB-Korbjäger um den am Freitag unter Vertrag genommenen Jared Homan stark und führten dementsprechend zur Pause verdient mit 43:39. Nach dem Seitenwechsel sorgten Wood und Schaffartzik auf Seiten der Berliner für mächtig Betrieb, doch auch von einem 57:64 Rückstand erholten sich die “Bauermänner“. Jaglas Dreier zum 67:66 brachte die Roten wieder in Front, ALBA konterte (68:73) und wieder schlugen die Gastgeber zurück (79:76), ehe Wood in der entscheidenden Phase zeigte, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Stimmen zum Spiel: Gordon Herbert (Headcoach ALBA Berlin): „Das war ein sehr gutes Basketballspiel. Beide Mannschaften haben in einer großartigen Atmosphäre hart gekämpft. Wir waren nicht besonders glücklich, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, glücklicherweise waren es nur vier Punkte Rückstand. Ich denke, wir haben dann eine bessere zweite Hälfte gezeigt. Es war ein richtiger Wettstreit." Dirk Bauermann (Headcoach FC Bayern München): „Ich glaube, dieses Spiel war eine Werbung für den Basketball. Es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau, das wir sicher genauso hätten gewinnen können, und auch verdient gehabt hätten. Am Ende waren wir zwei defensive Rebounds davon entfernt, das Spiel zu gewinnen. Aber solche Dinge passieren. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir haben gegen die wahrscheinlich heißeste Mannschaft der Liga gespielt und hatten diese am Rande einer Niederlage. Es hat nur sehr wenig gefehlt zum Schluss." FC Bayern München: Troutman (14), Foster (13), Benzing (9), Greene (8), Hamann (8), Jagla (8), Nadjfeji (8), Homan (4), Schwethelm (3), Hansbrough (2), Wallace (2) ALBA Berlin: Wood (27), Schaffartzik (14), Taylor (13), Allen (12), Idbihi (6), Weaver (5), Schultze (4), Simonovic (3), Francis (1) Ausführliches Scouting |