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Freitag, den 04. November 2011 um 17:48 Uhr
Bayern-Basketballer empfangen Ludwigsburg
Von Christian Gadenne (Foto: Jürgen Wieber)   


„Wir müssen sie von Beginn an unter Druck setzen und klarmachen, wer Herr im Hause ist“, macht Cheftrainer Dirk Bauermann vor dem Duell seines FC Bayern München mit der EnBW Ludwigsburg am Samstag um 19.00 Uhr im heimischen Audi Dome unmissverständlich klar. Nach einer bewegten Woche will der Aufsteiger seine weiße Weste in eigener Halle gegen die offensivstarken Schwaben verteidigen.


Die 81:88-Niederlage bei den EWE Baskets Oldenburg hat die Mannschaft gut verdaut. „Die Spieler sind sehr gut mit dieser Niederlage umgegangen und haben sie abgehakt. Die Mannschaft hat sofort die Energie gefunden, um in dieser Woche hervorragend zu trainieren“, gibt FCB-Headcoach Dirk Bauermann einen Einblick. In der Offensive stimmte die Teamleistung in Oldenburg. Jan-Hendrik Jagla erzielte 16 Punkte und blieb dabei bei drei Versuchen aus der Distanz ohne Fehlwurf. Center Chevon Troutman legte im zweiten Einsatz für die Bayern mit 13 Zählern und zehn Rebounds sein erstes Double-Double auf.

Verschmerzen musste das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt unter der Woche allerdings das unfreiwillige Karriereende von Ruben Boumtje Boumtje. Bei einer erneuten kardiologischen Kontrolluntersuchung zeigten sich neu aufgetretene Unregelmäßigkeiten, woraufhin die Ärzte dem 33-jährigen Kameruner rieten, Belastungen höchster Intensität zu unterlassen. Nach 14 Jahren Profisport erklärte der Center, der für die Bayern in der Beko BBL viermal auflief und am Samstag offiziell verabschiedet wird, seinen Rücktritt vom Profisport.

Schwaben bangen um Dorris-Einsatz

Ludwigsburg reist unterdessen erstmals ohne Flügelspieler Terrel Harris an, dessen Ende Oktober abgelaufener Tryout-Vertrag nicht verlängert wurde. Unklar ist auch der Einsatz von Mark Dorris, der aufgrund von Knieproblemen die gesamte Trainingswoche über aussetzen musste. „Die Mannschaft von Bayern München ist ohne Frage auf jeder Position hochkarätig besetzt und hat mit Chevon Troutman noch einmal einen echten Topspieler hinzubekommen. Bei solch einem ausgeglichenen Kader ist es sehr schwer, sich nur auf ein paar wenige Dinge zu konzentrieren, sodass wir am Samstag wirklich unseren besten Basketball zeigen müssen um in München zu bestehen“, weiß EnBW-Headcoach Markus Jochum.

Der musste mit seinem Team zuletzt zwei Niederlagen in Serie hinnehmen. Auf ein 58:64 gegen den BBC Bayreuth folgte in der vergangenen Woche ein hauchdünnes 69:70 gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig. Durch ihren 98:77-Erfolg über die EWE Baskets Oldenburg aber ließen die Schwaben aufhorchen. „Wir sind gewarnt“, so Bauermann.