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| Freitag, den 23. Juli 2010 um 17:15 Uhr |
| „Glücksfall, dass wir Heyder ansprechen durften“ |
| Von Sebastian Hader |
In ihrem Bestreben, den Basketball in München zu etablieren, haben sich die Verantwortlichen des FC Bayern Rat beim Deutschen Meister und Pokalsieger aus Bamberg geholt. Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder war und ist für die Basketballer aus der bayerischen Landeshauptstadt beratend tätig. COURT-VISION.DE sprach mit FCB-Vizepräsident Bernd Rauch über den Kontakt zu und die Zusammenarbeit mit Heyder.![]() Bernd Rauch wurde für seine Sportförderung bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bernd Rauch: „Der Kontakt kam über den Verband zustande. In einem Leserbrief im Merkur wurde ich einmal fürchterlich beschimpft, dass ich etwas überheblich reagiert hätte, weil ich das Wort Entwicklungshilfe in den Mund genommen habe. Wir wissen genau, wo wir stehen und sind auch nicht arrogant. Entwicklungshilfe ist auch nicht der richtige Ausdruck. Wenn man ein Projekt von dieser Tragweite hat und die unglaublichen Erfolge des Aufbaus und der Netzwerke der Bamberger sieht, dann war es für uns natürlich ein Glücksfall, dass wir Wolfgang Heyder ansprechen durften. Er hat uns gesagt, wie der Weg aussieht und was es zu tun gilt.“ Wie wird diese Beratung im Verlaufe der Saison aussehen oder ist die Arbeit jetzt getan? Bernd Rauch: „Die Arbeit ist getan, Wolfgang Heyder hat bei seinem Verein viel zu tun. Ich finde es toll, dass die Bamberger jetzt Europaliga spielen und wünsche ihnen dafür viel Erfolg. Für uns kam es darauf an, den Erfahrungsschatz zu bekommen, den Wolfgang Heyder hat. Leute seiner Qualität gibt es in Deutschland nicht so viele, auch in Verbindung mit dem Deutschen Basketball Bund, denn er kennt die Leute dort. Insofern war das schon eine Entlastung für uns, den Weg vom Grundsatz her zu strukturieren. Aber wir wollen das alles nicht überbewerten, auch mit der Organisation, die wir haben, denn wir spielen ja Pro A. Ich bin froh, dass wir tolle Leute haben, die an dem Projekt arbeiten. Wir machen das für den Basketball, für die Stadt München und für die Region.“ Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt, der FC Bayern aber ein Verein, der ehrgeizige Ziele verfolgt. Wäre Wolfgang Heyder diesbezüglich ein Mann für die Zukunft? Bernd Rauch: „Ich bin grundsätzlich dafür, dass man die Dinge, die nahe liegen, versucht zu lösen. Wir haben beispielsweise eine schwierige Situation mit der Halle. Aber wir haben jetzt eine Vereinbarung mit dem DBB, Dirk Bauermann ist hoch motiviert und sieht die Chance für den Basketball. Jetzt warten wir mal ab, wie die Verpflichtungen einschlagen und die Vorbereitung läuft. Im Februar oder März unterhalten wir uns dann und schauen, wer uns alles sympathisch zur Verfügung steht, um uns den ein oder anderen Ratschlag zu geben, insbesondere in den Punkten, in denen wir uns noch verbessern müssen.“ Verfolgen Sie das Geschehen in Bamberg aktiv und sind Sie dort während der Saison womöglich gelegentlich vor Ort? Bernd Rauch: „Natürlich verfolge ich aufmerksam, was dort passiert. Ich wollte zum fünften Finalspiel gegen Frankfurt, dann kam mir aber leider etwas dazwischen. Aber ich habe es live im Fernsehen gesehen. Basketball ist etwas, das unter die Haut geht und die Bamberger Fans stehen dafür. Was nach dem verlorenen vierten Spiel in Frankfurt passiert ist, hat mich schon beeindruckt. Ich finde es ein tolles Aushängeschild für die Region und die Leute dort machen einen super Job. Ich werde mir in der neuen Saison auf jeden Fall ein Spiel live in der Halle anschauen.“ |