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Sonntag, den 04. September 2011 um 21:25 Uhr
Trotz Niederlage für die Zwischenrunde qualifiziert
Von Sebastian Hader   


Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft steht trotz einer 64:75 (28:38)-Niederlage im vorletzten Vorrundenspiel gegen Serbien in der Zwischenrunde der Europameisterschaft 2011 in Litauen. Durch die Niederlage Italiens gegen Frankreich ist die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann von Platz drei der Gruppe B nicht mehr zu verdrängen. Zum Abschluss trifft das DBB-Team am Montag (16.45 Uhr, SPORT1 live) auf Lettland.


Schon vor dem letzten Gruppenspiel steht allerdings fest, dass Dirk Nowitzki & Co. die zwei Niederlagen gegen Frankreich und Serbien mit in die Zwischenrunde in Vilnius nehmen werden, wo Kaliber wie Turnierfavorit Spanien, Gastgeber Litauen und Polen oder die Türkei warten. „Es tut natürlich ein bisschen weh. Wir hätten gerne einen Sieg mitgenommen und hatten ja auch unsere Chancen gegen Frankreich oder auch Serbien. Aber uns hat die nötige Abgezocktheit gefehlt und das wird auf diesem Niveau eiskalt ausgenutzt. Die Zwischenrunde wird jetzt natürlich noch einmal schwerer“, blickt Nowitzki, mit 25 Zählern gegen Serbien wieder einmal bester deutscher Werfer, nach vorne.

0:9-Kaltstart der DBB-Auswahl

Während Bundestrainer Dirk Bauermann insbesondere in der Anfangsphase bei all seinen Spielern gerne die gleiche Energie gesehen hätte wie beim NBA-Champion, räumte der eine Mitschuld am schwachen Beginn der ING-DiBa-Korbjäger ein. „Das geht auch ein bisschen auf meine Kappe. Ich habe zwei, drei schlechte Schüsse genommen, einen Korbleger im Fastbreak verlegt“, suchte der 33-Jährige nach Erklärungen für den 0:9-Kaltstart der DBB-Auswahl, „zudem haben wir in der Verteidigung nur zugeschaut. Bis wir energisch zugepackt haben, war es fast zu spät.“

Bis weit ins Schlussviertel hinein lief Deutschland infolgedessen einem klaren Rückstand hinterher, ehe Nowitzki noch einmal Hoffnungen weckte. Binnen sechs Minuten kämpften sich die “Bauermänner“, angeführt von ihrem Ausnahmekönner, von einem 44:62-Rückstand bis auf fünf Punkte heran. Die Chance, weiter zur verkürzen, machte jedoch ein Offensivfoul-Pfiff der Unparteiischen gegen Chris Kaman zunichte. „Weil der Serbe es schindet“, prangerte Bauermann nach Spielende die hohe Schauspielkunst des Gegners ebenso wie die Entscheidung der Schiedsrichter an, die für das DBB-Team der Genickbruch war.

Endgültige Entscheidung nach unsportlichem Foul


Der überragende Savanovic (18 Punkte bei einem Fehlwurf) traf auf der Gegenseite zum 61:69 aus deutscher Sicht, ein unsportliches Foul gegen den frustrierten Nowitzki bedeutete schließlich die endgültige Entscheidung. „Wir waren dran, aber haben dann dumme Fehler gemacht, nicht ausgeboxt, den Schützen stehen lassen. Das haben die Serben eiskalt genutzt und dann war es vorbei. Wichtig ist jetzt, dass wir unseren Rhythmus nicht verlieren. Wir sind nicht so gut, als dass wir uns zurücklehnen könnten“, so Deutschlands Hoffnungsträger.

Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München, 5), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS, 3), Steffen Hamann (FC Bayern München, 10), Sven Schultze (ALBA Berlin), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 11), Tim Ohlbrecht (zuletzt Telekom Baskets Bonn), Philipp Schwethelm (FC Bayern München), Tibor Pleiß (Brose Baskets), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 10), Lucca Staiger (ALBA Berlin), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 25)

Weitere Turnier-Informationen unter www.eurobasket2011.com.