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| Montag, den 05. September 2011 um 22:06 Uhr |
| Mühsamer Sieg dank Schaffartziks Dreier |
| Von Sebastian Hader (Foto: FIBA Europe / Castoria / Wiedensohler) |
![]() In der tabellarisch bedeutungslosen letzten Vorrundenbegegung der EuroBasket 2011 in Litauen ist die deutsche Basketball-Nationalmannschaft nur knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Ein sensationeller Dreier des herausragend agierenden Heiko Schaffartzik Sekunden vor Schluss brachte der DBB-Auswahl einen denkbar knappen 81:80 (33:33)-Erfolg über das letztlich sieglos aus dem Turnier ausgeschiedene Lettland. „Es war sehr wichtig für uns, dass wir unseren Rhythmus beibehalten. Ich hoffe, die Mannschaft zieht Selbstbewusstsein aus der Tatsache, ein enges Spiel am Ende noch gewonnen zu haben“, nahm Bundestrainer Dirk Bauermann das Positive aus dem letzten Duell der ersten Gruppenphase mit. Ab Mittwoch misst sich das DBB-Team in der Zwischenrunde in Vilnius mit dem Sieger der Gruppe A und Turnierfavoriten Spanien (voraussichtlich 16.45 Uhr, SPORT1 live), Vize-Weltmeister Türkei (Freitag) sowie Gastgeber Litauen (Sonntag). Durch die Niederlagen gegen Frankreich und Serbien nimmt Deutschland im Gegensatz zur Konkurrenz allerdings keinen Sieg mit in die zweite Runde. Spiel und Gegner eigentlich im Griff Trotz guten Beginns (13:3) offenbarte die Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki über weite Strecken Probleme, angesichts der relativen Bedeutungslosigkeit der Partie die Spannung aufrecht zu erhalten. Dennoch hatte die deutsche Auswahl Spiel und Gegner Anfang des letzten Viertels auch ohne ihr NBA-Duo, das zu diesem Zeitpunkt bereits geschont wurde, eigentlich im Griff (58:48). Als es noch einmal eng wurde, sprangen dann andere in die Bresche, wodurch sich der Bundestrainer in seinem Bestreben, die Leistungsträger dosiert einzusetzen ohne sie dabei ihren Rhythmus verlieren zu lassen, bestätigt sah. „Ich denke, wir haben zwei Dinge erreicht: Auf der einen Seite haben haben Chris Kaman und Dirk Nowitzki gespielt, aber nicht zu viel. Auf der anderen Seite war es für die anderen Spieler unglaublich wichtig zu sehen, dass sie ein solches Spiel gegen eine starke lettische Mannschaft gewinnen können. Heiko Schaffartzik hat natürlich wieder einmal bewiesen, dass er in der Lage ist, jedes Spiel zu entscheiden. Er hat einfach ein großes Herz und große Qualitäten in solchen Situationen“, baut Bauermann ob der Art und Weise des Sieges mit Blick Richtung Zwischenrunde auf einen Energieschub. Mindestens zwei Siege vonnöten Dort warten nach einem Reisetag ab Mittwoch Spanien, Litauen und die Türkei. Um auch diese Hürde nehmen und weiterhin von der Qualifikation für Olympia 2012 in London träumen zu können, sind allerdings zwei, wenn nicht gar drei Siege vonnöten. „Die Spanier sind die großen Favoriten, insofern muss es unser Ziel sein, die Türken und die Litauer zu schlagen. Dann sind wir, denke ich, gut dabei. Es war eine extrem schwere Vorrundengruppe, in der wir uns durchgesetzt haben. Jetzt kann es am Mittwoch weitergehen“, so Bauermann. Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München, 11), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS, 2), Steffen Hamann (FC Bayern München, 4), Sven Schultze (ALBA Berlin, 6), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 11), Tim Ohlbrecht (Fraport SKYLINERS), Philipp Schwethelm (FC Bayern München, 4), Tibor Pleiß (Brose Baskets, 11), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 11), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 8), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 11), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 2) Weitere Turnier-Informationen unter www.eurobasket2011.com. |