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Samstag, den 28. August 2010 um 16:14 Uhr
WM-Auftakt: Deutsches Team trifft auf Argentinien
Von Christoph Büker   
„Wir haben keinen Druck, denn Argentinien ist heute der Favorit", sagt Bundestrainer Dirk Bauermann vor der WM-Auftaktpartie gegen die Südamerikaner (20.30 Uhr, SPORT1 live), will sein junes Team aber auch nicht in allzu große Lässigkeit entlassen, denn schließlich hat man ein großes Ziel: „Wir möchten uns für das Achtelfinale qualifizieren. Dazu sind bei normalem Verlauf zwei Siege nötig, also auf dem Papier gegen Angola und Jordanien.“

Auf Christopher McNaughton (Bildmitte) & Co. warten zum Auftakt die favorisierten Argentinier. Foto: Sebastian Hader

Auf Christopher McNaughton (Bildmitte) & Co. warten zum Auftakt die favorisierten Argentinier. Foto: Sebastian Hader

„Doch darauf werden wir uns nicht verlassen, sondern in allen Spielen Vollgas geben und um die immer vorhandene Chance kämpfen. Ideal wäre es, wenn wir eines der ersten drei Spiele stehlen könnten", so Bauermann. Das wird gegen Argentinien, Serbien (Sonntag, 18.00 Uhr) und Australien (Montag, 18.00 Uhr) schwierig genug, aber das nötige Selbstvertrauen hat man sich in der Vorbereitung geholt. „Wir wissen, dass wir große Gegner schlagen können. Dazu muss aber alles passen, und es muss uns gelingen, unser eigenes Spiel durchzusetzen und nicht nur auf den Gegner zu reagieren", lautet die Devise des Headcoaches, der sein Team zu Beginn der Tage in Kayseri eindringlich auch die Aufgabe eingestimmt hat.

„Es soll jetzt endlich losgehen", sagt Lucca Staiger stellvertretend für seine Mitspieler, die nach fast sechswöchiger Vorbereitung auf den Start der WM in der Türkei brennen. Argentinien muss dabei neben Manu Ginobili (San Antonio Spurs) kurzfristig auch auf den angeschlagenen Andres Nocioni (Philadelphia 76ers) verzichten, hat aber laut Bauermann immer noch eine sehr starke und erfahrene Mannschaft. Luis Scola (Houston Rockets), Fabricio Oberto (Washington Wizards), Carlos Delfino (Milwaukee Bucks) und Pablo Prigioni (Real Madrid) bürgen für allererste Qualität, haben aber auch schon einige Basketballjahre in den Beinen. Vielleicht eine Chance für die “jungen Wilden“ in der deutschen Mannschaft, die "konditionell auf einem sehr guten Level sind".

In der 7.200 Zuschauer fassenden Arena in Kayseri wird es für die deutsche Mannschaft zunächst darum gehen, die eigene Nervosität in den Griff zu bekommen und gut in die Partie zu finden.