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| Mittwoch, den 08. September 2010 um 13:05 Uhr |
| FIBA WM 2010: Viertelfinals mit Endspielcharakter |
| Von Thomas Käckenmeister |
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In den Viertelfinalspielen der Basketball-WM kommt es zu echten Knallern: Serbien trifft auf Spanien, Slowenien will die Türken stoppen, Russland hofft auf einen schlechten Tag des Team USA und Argentinien bekommt es mit den noch ungeschlagenen Litauern zu tun. SPORT1 überträgt am Mittwoch und Donnerstag alle Spiele live. Crossover hat die Paarungen der Runde der letzten Acht unter die Lupe genommen. Mittwoch, 08. September Serbien gegen Spanien (SPORT1 live ab 16.55 Uhr) Die Neuauflage des EM-Finals 2009 findet ohne Pau Gasol statt. Dennoch gehen die Spanier als leichter Favorit ins Rennen, vor allem nach dem starken Endspurt gegen den Mitfavoriten Griechenland im Achtelfinale. Serbien zitterte sich gegen Kroatien in die Rund der letzten Acht. Insbesondere Milos Teodosic muss gegen Spanien seine ganze Klasse ausspielen, damit die Balkan-Basketballer Chancen auf ein Weiterkommen haben. Gegen die Kroaten blieb der amtierende MVP der Euroleague bei schwachen drei Punkten und zwei Vorlagen. Es ist nicht leicht, ein Schlüsselduell ausfindig zu machen. Ricky Rubio und Aleksandar Rasic werden sich auf der Playmaker-Position ähnlich auf den Füßen stehen wie Marc Gasol und Nenad Krstic unter den Körben. Spanien hat in puncto Mannschaftstiefe und Erfahrung wesentliche Vorteile, die am Spielende den Unterschied ausmachen werden. Crossover-Tipp: Spanien wird nach hartem Kampf ins Halbfinale einziehen. Slowenien gegen Türkei (SPORT1 live ab 19.45 Uhr) Im zweiten rein europäischen Viertelfinale dürften die Türken kein ganz so leichtes Spiel wie zuletzt gegen Frankreich haben. Bemerkenswerte Verteidigung und pfeilschnelle Tempogegenstöße waren gegen die Franzosen der Schlüssel zum Erfolg. Gegen Slowenien steht ein anderes Kaliber den noch ungeschlagenen Gastgebern gegenüber. Die Distanzschützen vom Balkan heißen Goran Dragic, Jaka Lakovic und Bostjan Nachbar, die im bisherigen Turnierverlauf 33 der 54 slowenischen Distanzbomben einnetzten. Doch auch die Türken sind von Downtown knallhart (42,1 Prozent 3FG als Team). Spannung wird also garantiert sein, wenn sich zwei emotionale Team gegenüber stehen. Crossover-Tipp: Können die Slowenen die 3-2-Zone der Türken knacken und die lautstarken türkischen Fans zum Schweigen bringen? Es ist unwahrscheinlich – Die Türkei qualifiziert sich für das Halbfinale. Donnerstag, 09. September USA gegen Russland (SPORT1 live ab 16.55 Uhr) Nicht nur politisch ist es seit jeher ein explosives Duell. Die Amerikaner wollen Revanche für das Halbfinal-Aus bei der WM 1998 in Griechenland. Zwar traten damals wegen des Lockouts keine NBA-Stars an, dennoch ist dies ein weiterer Grund für das Team von Coach K, den Ernstfall fürs Halbfinale zu proben. Das hässliche Spiel der Russen im Achtelfinale gegen Neuseeland dürfte auch gegen die Amis seine Fortsetzung finden. Mit robuster Gangart hofft der Europameister, der mit Sasha Kaun und Timofey Mozgov gleich zwei künftige NBA-Bigmen in den eigenen Reihen weiß, den Amis ein Bein zu stellen. Der Backcourt der US-Boys ist allerdings konkurrenzlos, was Pressverteidigung und Fastbreaks angeht. Crossover-Tipp: Sofern Russland das Spiel physisch austrägt und organisiert im Halbfeld agiert, könnte es mit der Sensation klappen. Kleiner Scherz! Das Team USA wird nicht so stark dominieren wie gegen Angola, dennoch zweistellig gegen Russland gewinnen. Litauen gegen Argentinien (SPORT1 live ab 19.45 Uhr) Im Mittelpunkt dieses Duells stehen eindeutig Linas Kleiza und Luis Scola. Von der Form dieser beiden Topscorer ist der Erfolg des Teams abhängig. Litauen zählt bislang zu den Turnierüberraschungen und ist noch ungeschlagen. Argentinien verlor lediglich gegen Serbien in der Vorrunde. Es ist schwierig, einen Gewinner dieses Aufeinandertreffen vorherzusagen. Warum? Litauen ackert besser am Brett; sie pflücken fast sechs Rebounds mehr pro Spiel als die Gauchos. Die Südamerikaner wiederum treffen hochprozentiger aus dem Feld. Crossover-Tipp: Die Neuauflage des Bronze-Spiels von Peking 2008 (87:75) dürfte Argentinien knapp für sich entscheiden, da Scola in MVP-Form ist und die Erfahrung der "Goldenen Generation" eindeutig für den Olympiasieger von 2004 spricht. Foto: FIBA Archive |