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| Freitag, den 13. August 2010 um 19:22 Uhr |
| Schwacher Supercup-Start des Gastgebers |
| Von Felix Pflaum |
Kroatien bleibt ein unbequemes Pflaster für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft. Nach den knappen Niederlagen im entscheidenden Spiel der Europameisterschaft in Polen im Vorjahr sowie auf Zypern vor Wochenfrist wurde es zum Auftakt des Beko Supercups 2010 in der Bamberger JAKO Arena eine deutlichere Angelegenheit. 67:79 (30:36) hatten die DBB-Korbjäger nach einer zu inkonstanten Leistung das Nachsehen.![]() Robin Benzing (ratiopharm Ulm) fehlte im Abschluss das Glück bei am Ende sechs erzielten Zählern. Foto: S. Hader Hätte die Partie hier geendet, es wären wohl Lobeshymnen auf eine junge, mutige Auswahl gesungen worden, nach sieben Minuten war es mit der Herrlichkeit dann aber schnell vorbei. Mit der kurzzeitigen Umstellung auf Zonenverteidigung in einer Auszeit nahmen die Gäste der Bauermann-Truppe den Rhythmus, 0:18 lasen sich die nächsten sechs Spielminuten in nackten Zahlen. Gegen druckvollere Kroaten kam der Ball nicht mehr in die Mitte, wo zuvor Pleiß zweimal erfolgreich abgeschlossen hatte. Der junge Center stand symptomatisch für das fehlende letzte Quäntchen Selbstvertrauen, Engagement – besonders im Rebound – und Glück. Erst setzte er zwei freie Sprungwürfe auf den Ring, anschließend verstopfte er sich. Einer herausragenden Phase von Tim Ohlbrecht hatten es die Deutschen zu verdanken, dass der Rückstand zur Halbzeit nur 30:36 lautete. Körperliche Überlegenheit und ein Mehr an Erfahrung unter dem Korb auf kroatischer Seite prägten die Anfangsphase der zweiten Halbzeit, ehe eine letzte Energieleistung die Heimmannschaft noch einmal auf 38:42 und wenig später auf 47:51 heranbrachte. Mit dem prompten Dreier im Gegensatz durch Popovic und einem anschließenden 24-Sekunden-Regelverstoß brach der Widerstand ab. Nachdem Schaffartzik bereits im zweiten Viertel zusehends die Zügel aus der Hand gegeben hatte, konnte nun auch Steffen Hamann dem deutschen Spiel keine Struktur mehr geben. Bis auf 50:69 zogen Ukic & Co. davon, zum Ende hin gelang Deutschland noch ein wenig Ergebniskosmetik. An den kommenden beiden Tagen dürften die Bamberger Zuschauer aber mehr Highlights erwarten als eine "Bamberger" Starting Five. Deutschland: Demond Greene (FC Bayern München, 7), Steffen Hamann (ohne Verein, 9), Heiko Schaffartzik (Türk Telekom Ankara/Türkei, 5), Staiger Lucca (ALBA Berlin, 3), Yassin Idbihi (ALBA Berlin, 6), Per Günther (ratiopharm Ulm), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 6), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 2), Konrad Wysocki (ohne Verein, 6), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 13), Tibor Pleiß (Brose Baskets, 6), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 4) |