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| Samstag, den 27. August 2011 um 12:42 Uhr |
| Schaffartziks Dreier bringt knappen Sieg |
| Von Christoph Büker / Sebastian Hader |
![]() Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft kommt nur langsam in EM-Form. Fünf Tage vor dem ersten Spiel bei den kontinentalen Titelkämpfen in Litauen präsentierte sich das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen EM-Teilnehmer Mazedonien dennoch in kämpferisch guter Verfassung. Deutschland gewann vor 12.000 Zuschauern in der Münchener Olympiahalle mit 70:68 (35:33). Den entscheidenden Dreier zum Sieg erzielte Heiko Schaffartzik viereinhalb Sekunden vor Schluss. „Nachdem wir in den bisherigen Tests immer entweder verloren oder ziemlich hoch gewonnen haben, war es gut zu sehen, wie die Mannschaft in einer solchen Situation reagiert“, konstatierte Hoffnungsträger Dirk Nowitzki nach dem knappen Erfolg. „Wir haben einen Fehler gemacht, den Schützen in der Ecke frei stehen lassen und somit das Spiel fast verloren. Heikos Dreier hat uns aber glücklicherweise das Spiel gerettet.“ Mit einem Dreier aus dem Fastbreak in der Schlussminute hatte aber auch der NBA-Champion maßgeblichen Anteil daran, dass die DBB-Auswahl in der Olympiahalle, der Stätte des deutschen EM-Triumphs von 1993, die Oberhand behielt. In der Anfangsphase richteten sich die Blicke derweil noch sorgenvoll auf das zwischenzeitlich bandagierte rechte Knie Nowitzkis, der sich unmittelbar vor dem Spiel noch einmal zur Behandlung in die Kabine begeben hatte. „Es hat ein bisschen gezwickt und gedauert, bis es warm wurde und ich in die Gänge kam. Aber es ist nichts Schlimmes“, gab der gebürtige Würzburger nach der Begegnung jedoch Entwarnung. Zweite Fünf stoppt Lauf der Mazedonier Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Hälfte sah es nach dem Seitenwechsel zunächst so aus, als wäre Nowitzkis Knie nicht der einzige Grund zur Sorge. Mazedonien dominierte in dieser Phase die Partie und zog bis auf 37:46 aus deutscher Sicht davon. Erst Sven Schultzes Dreier zum 43:48 stoppte nach 27 Minuten den Lauf des Gegners, Schaffartzik und Schwethelm stellten mit ihren Treffern aus der Distanz den Anschluss her (51:53). Längst hatte sich ein hochklassiges Kampfspiel entwickelt, in dem die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann drei Minuten vor dem Ende bereits mit 64:58 in Führung lag. Mazedonien-Star Bo Mekkaleb brachte die Gäste jedoch zurück ins Spiel, während die deutsche Offensive zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt stockte. 56 Sekunden vor Schluss sah sich das DBB-Team mit einem 64:65-Rückstand konfrontiert. Nowitzkis Dreier aus dem Fastbreak sorgte für Begeisterungsstürme im Glutofen Olympiahalle, doch Mazedonien konterte nach einem Zuordnungsfehler in der deutschen Defensive eiskalt. Eine Auszeit sollte die taktische Ausrichtung für die letzten elf Sekunden vermitteln. Mit Erfolg: Kapitän Steffen Hamann zog beherzt zum Korb und passte im letzten Moment zum frei stehenden Heiko Schaffartzik, dessen erfolgreicher Dreier den ING-DiBa-Korbjägern den Sieg bescherte. Letzter Formcheck am Sonntag Am Sonntag bestreiten Nowitzki & Co. in der Berliner o2 World (15.00 Uhr, RBB live) erneut gegen Mazedonien ihr letztes Testspiel, ehe am kommenden Mittwoch mit dem Auftaktspiel gegen Israel die Europameisterschaft in Litauen beginnt. Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München, 9), Steffen Hamann (FC Bayern München, 4), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 14), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 13), Tim Ohlbrecht (zuletzt Telekom Baskets Bonn, 2), Tibor Pleiß (Brose Baskets, 3), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 9), Sven Schultze (ALBA Berlin, 5), Philipp Schwethelm (FC Bayern München, 4), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 7) |