Banner
Sonntag, den 21. August 2011 um 15:13 Uhr
Griechenland beendet Supercup ungeschlagen
Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)   


Ihre Ausnahmestellung als überragendes Team des Supercup-Wochenendes hat die griechische Basketball-Nationalmannschaft mit einem ungefährdeten 70:61 (39:28) über Belgien unterstrichen. Das zeigte zwar ein starkes erstes Viertel, kam gegen die starke Verteidigung der Hellenen allerdings zu selten zum Zug und konnte die körperlichen Nachteile am Brett nicht kompensieren. Immerhin konnte man sich damit trösten, als einziges Team nicht zweistellig gegen die Griechen verloren zu haben.


Kurzzeitig machten sich die Westeuropäer sowie ein Großteil des Publikums in Bamberg, welches dem Außenseiter die Daumen drückte, im Schlussabschnitt Hoffnungen auf eine Sensation, nachdem De Zueew auf belgischer Seite mit einem energischen Dunk sowie einem Dreier auf 57:63 verkürzt hatte. Jedoch waren die Hellenen wie schon das gesamte Wochenende über umgehend imstande, die richtige Antwort zu geben. Mehrere Offensivrebounds in Serie und schließlich der Dreier von Fotsis zum 68:57 sorgten 120 Sekunden vor Schluss wieder für klare Verhältnisse.

„Die Griechen sind ein Team, das stets schon sehr früh im Sommer eine gute Form hat und sehr gut zusammenspielt. Kaum ein Spieler ist nicht in der heimischen Liga aktiv, man kennt sich genau und trifft immer wieder perfekte Entscheidungen“, hatte der deutsche Nationaltrainer Dirk Bauermann am Vorabend vom Europameister 2005 geschwärmt, nachdem der seiner Mannschaft schmerzhaft die Grenzen aufgezeigt hatte. Sichtlich nicht mit Vollgas, aber dennoch heiß auf den Sieg ließ man diese Klasse auch gegen Belgien aufblitzen, wenn es nötig war.

Turnovers das belgische Manko


Belgien, ohne den ehemaligen Euroleague-Champion Thomas van den Spiegel angetreten, wusste indes auch beim dritten Auftritt mit solidem Mannschaftsspiel zu gefallen, verlor aber beim Suchen der Lücken in der griechischen Defensive insgesamt 18 Mal den Ball. Marcus Faison (13 Punkte) und Dimitri Lauwers (11) hießen ihre erfolgreichsten Korbschützen, bei den Griechen führten die langen Fotsis und Koufos (je 12) die Werferliste an. In nur 17 Minuten Einsatzzeit sammelte der bei den Denver Nuggets unter Vertrag stehende und in den USA geborene 22-jährige Koufus zudem elf Rebounds.