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| Freitag, den 03. September 2010 um 18:38 Uhr |
| FIBA WM 2010: Achtelfinal-Vorschau (1) |
| Von Thomas Käckenmeister |
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Bereits im Achtelfinale der Basketball-WM kommt es zu echten Leckerbissen. Spanien trifft auf Griechenland und Serbien bekommt es mit Kroatien zu tun. Außerdem spielt die Türkei gegen Frankreich und Slowenien misst sich mit Australien. Die Vorrunde ist beendet, die K.O.-Phase der 16. Basketball-Weltmeisterschaft beginnt am Samstag. Die Fans dürfen sich auf hochklassige Duell freuen, auf die Crossover vorausschaut. Samstag, 04. September Serbien gegen Kroatien (SPORT1 live ab 16.55 Uhr) Den Auftakt bestreiten die beiden Geheimfavoriten vom Balkan. Die Emotionen dürften bei diesem Nachbarschaftsduell hochkochen. Vor allem die Schiedsrichter werden mit der robusten Gangart beider Basketballnationen zu höchster Konzentration und Fingerspitzengefühl verdonnert. Serbien verlor in der Vorrunde lediglich ein Spiel (81:82 nach zweifacher Verlängerung gegen Deutschland), Kroatien konnte nur zwei Erfolge (gegen Iran und Tunesien) einfahren, um sich für die Runde der letzten 16 zu qualifizieren. Der Schlüssel für die Serbien wird sein, die Kroaten an die Freiwurflinie zu schicken. Dort trafen sie im bisherigen Turnierverlauf nur 62,7 Prozent ihrer Versuche (SRB: 78,5 Prozent). Auch im Rebound haben die Kroaten deutliche Defizite im direkten Vergleich (34 RpG vs. 42 RpG). Zudem spielte der EM-Vize von 2009 bislang 19 Korbvorlagen pro Spiel, Kroatien gelangen nur 12,6 ApG als Team. Crossover-Tipp: Serbien gewinnt dank stärkerer Offensive und mannschaftlicher Ausgeglichenheit. Spanien gegen Griechenland (SPORT1 live ab 19.55 Uhr) Die Neuauflage des EM-Halbfinals von 2009 (82:64 für Spanien) findet bei der WM bereits im Achtelfinale statt. Die beiden Schwergewichte des Weltbasketballs werden auch in der Türkei die Fanherzen höher schlagen lassen. Spanien strauchelte in der Gruppenphase und musste empfindliche Niederlagen gegen Frankreich (66:72) und Litauen (73:76) einstecken. Griechenland unterlag der Türkei (65:76) und Russland (69:73). Wer dieses Achtelfinale für sich entscheidet, ist schwer zu sagen. Griechenland arbeitet dank seiner Schlachtrosse unterm Korb besser am offensiven Brett (12,0 ORpG vs. 8,6 ORpG). Allerdings versteht es Spanien besser den Ball laufen zu lassen (19,4 ApG vs. 15,4 ApG). Die Frontcourt-Duelle zwischen Sofoklis Schartianitis/Ioannis Bourrosis und Fran Vazquez/Marc Gasol werden ebenso entscheidend sein wie die Tagesform von Ricky Rubio, Rudy Fernandez, Juan Carlos Navarro bzw. Vassileios Spanoulis, Nikos Zisis und Dimitris Diamantidis. Crossover-Tipp: Spaniens Dominanz und Erfahrung der letzten Jahre wird den Unterschied ausmachen. Die Teamverteidigung ist auch ohne Pau Gasol einzigartig. Sonntag, 05. September Türkei gegen Frankreich (SPORT1 live ab 16.45 Uhr) Die Türken sind eines von nur drei WM-Teams, die ungeschlagen die Vorrunde überstanden haben. Frankreich wurde derweil nach starkem Beginn – u.a. ein Sieg gegen Spanien – durchgereicht und beendete die Gruppe D mit zwei Niederlagen in Folge. Bei den Gastgebern kratzen fünf Spieler (Ersan Ilyasova, Semih Erden, Ömer Asik, Hidayet Turkoglu, Ömer Onan) an der Zehn-Punkte-Marke pro Spiel, während bei Frankreich Mickael Gelabale und Nicolas Batum (je 12,8 PpG) die Hauptlast in der Offensive schultern. Frankreich könnte auf die Freiwurfschwäche der Türken setzen (56,4 Prozent), muss jedoch zugleich auch den Außenschützen auf den Füßen stehen (41,3 Prozent). Nachteile haben die Westeuropäer vor allem am Brett (32,6 RpG vs. 40,6 RpG). Crossover-Tipp: Klare Angelegenheit für die Türkei. Slowenien gegen Australien ( SPORT1 live ab 19.55 Uhr) Im Achtelfinale der Wundertüten haben beide Mannschaften das Zeug für die Runde der letzten Acht. Slowenien kassierte lediglich gegen die US-Boys eine Niederlage in der Vorrunde (77:99). Australien gewann mit nur einem Punkt gegen Jordanien(76:75), verlor zugleich aber mit nur zwei Punkten gegen Argentinien (72:74) und schloss die Vorrunde mit drei Siegen aus fünf Spielen ab. Beide Mannschaften stehen sich auf Augenhöhe gegenüber. Sowohl im Back- wie auch im Frontcourt wird die Tagesform entscheiden, wer letztlich weiterkommt. Die Banktiefe der Europäer könnte letztlich den Unterschied ausmachen. Crossover-Tipp: Es wäre keine Überraschung, wenn der Sieger erst nach Verlängerung feststeht. |