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| Samstag, den 06. August 2011 um 16:46 Uhr |
| DBB-Herren verlieren Heimspielpremiere gegen Finnland |
| Von Christoph Büker / Sebastian Hader |
![]() Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Heimspiel im Sommer 2011 vor 3.500 Zuschauern in der ENERVIE Arena in Hagen mit 74:79 (41:36) gegen Finnland verloren. Das DBB-Team kämpfte sich nach Schwierigkeiten im ersten Abschnitt in beeindruckender Manier ins Spiel, musste den starken Finnen in der Schlussphase aber Tribut zollen. Bester Werfer für die ING-DiBa-Korbjäger war Tim Ohlbrecht mit 24 Punkten. Lokalmatador Per Günter, Johannes Herber, Tim Ohlbrecht, Robin Benzing und Jan-Hendrik Jagla begannen für die deutsche Mannschaft, die Finnland früh unter Druck setzte. Dennoch gehörten die ersten erfolgreichen Aktionen der finnischen Auswahl. Ohlbrecht, der sein 50. Länderspiel für Deutschland machte, traf nach drei Spielminuten erstmals für das DBB-Team. Bauermann wechselte bereits im ersten Abschnitt viel und versuchte die richtige Mischung gegen die treffsicheren Finnen zu finden. Ein Distanzwurf von Staiger brachte nach neun Minuten die erste Führung für das Bauermann-Team (13:12), in dem bereits im ersten Spielabschnitt zwölf der 13 Spieler (der Bundestrainer verzichtete auf den Einsatz von Tibor Pleiß) zum Einsatz kamen. Zwischenzeitlich war der Partie dennoch deutlich anzumerken, dass die Auswahl Finnlands bereits am Abschluss ihrer Vorbereitung steht, Deutschland dagegen noch am Anfang (15:21). Bundestrainer Dirk Bauermann motivierte sein Team in einer Auszeit, das Spiel trotz schwerer Beine aus dem Trainingslager schnell zu machen. Wysocki und Benzing trafen aus der Distanz und brachten Deutschland so den frenetisch gefeierten 28:28-Ausgleich. In dieser Phase entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Teams defensiv wie offensiv überzeugen konnten. Der starke Ohlbrecht traf zunächst nach sehenswertem Schultze-Pass und legte ein Drei-Punkt-Spiel zum 41:36-Halbzeitstand nach. Ohlbrecht überzeugt beim Jubiläum Ohlbrecht war auch in der zweiten Halbzeit der Mann des Spiels und setzte offensiv wie defensiv Akzente. Beide Teams gingen nach wie vor ein hohes Tempo und spielten sehr intensiv. Die Finnen konnten die Partie Mitte des dritten Spielabschnitts wieder ausgeglichen gestalten und eroberten sich in der 26. Minute gar kurzzeitig die Führung zurück (48:49). Die Begegnung wurde zunehmend intensiver und so kam Deutschland vornehmlich von der Freiwurflinie zum Erfolg. Ein kleines Gerangel und die anschließende Unterbrechung nutzten die ING-DiBa-Korbjäger aber, um wieder auf 59:51 davon zu ziehen. Vor den letzten zehn Minuten lag das Bauermann-Team somit mit 59:57 in Führung. Vier Minuten vor Spielende lag Finnland zwar wieder in Front (68:71), nach Ohlbrechts Monsterblock hatte Deutschland das Momentum wieder auf seiner Seite. Jagla traf zum 72:74 aus deutscher Sicht und auch Benzing hatte gute Nerven von der Linie und sorgte für den erneuten Ausgleich (74:74). Bei den Finnen hatten sich mittlerweile vier Spieler aus dem Spiel gefoult, dennoch war das Team des ehemaligen Bundestrainers Henrik Dettmann kurz vor Schluss in Führung und brachte diese auch über die Zeit. Bundestrainer Dirk Bauermann zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage zufrieden mit seinem Team: „Man hat gesehen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Aber meine Mannschaft hat gut gekämpft. Wir wussten, dass die Finnen ein guter Gegner sein würden. Für das erste Spiel nach der langen Vorbereitung war es zufriedenstellend.“ Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München, 10), Per Günter (ratiopharm Ulm, 2), Steffen Hamann (FC Bayern München, 6), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 6), Christopher McNaughton (Eisbären Bremerhaven, 7), Tim Ohlbrecht (zuletzt Telekom Baskets Bonn, 24), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin), Sven Schultze (ALBA Berlin), Philipp Schwethelm (FC Bayern München), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 9), Konrad Wysocki (Turow Zgorzelec/Polen, 14), Philip Zwiener (TBB Trier, 2) |