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| Mittwoch, den 01. September 2010 um 21:21 Uhr |
| Angola beendet deutsche Achtelfinal-Träume |
| Von Sebastian Hader |
Das abschließende Gruppenspiel gegen Jordanien am Donnerstag (20.30 Uhr, SPORT1 live) wird für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft gleichzeitig auch das letzte bei der FIBA Weltmeisterschaft 2010 in der Türkei sein. Eine vermeidbare 88:92-Niederlage nach Verlängerung gegen Angola beraubte die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann ihrer Chancen auf das Erreichen der Runde der letzten 16.![]() Der frühere Kölner Joaquim Gomes legte gegen Deutschland 16 Punkte und 14 Rebounds auf. Foto: FIBA Archive „Wir sahen Mitte des letzten Viertels wie der sichere Sieger aus“, haderte der Bundestrainer mit der vergebenen Chance, nachdem seine Mannschaft vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit 74:64 in Führung gelegen hatte. „Wir wussten, dass wir geduldig sein müssen. Wie ein Boxer, der über zehn Runden auf den Körper des Gegners geht und zum K.O.-Schlag ausholt, wenn der müde wird. Unglücklicherweise ist unser Gegner noch einmal aufgestanden und hat am Ende glücklich gewonnen.“ Rein auf Glück war der Erfolg der Südwest-Afrikaner aber keineswegs zurückzuführen. Wäre beispielsweise Steffen Hamann in der letzten Spielminute sorgsamer mit dem Spielgerät umgegangen, Ambrosios Dreier über Brett 25 Sekunden vor Schluss – laut Bauermann der “Dolchstoß“ – hätte der DBB-Auswahl womöglich nichts mehr anhaben können. So aber legte der Angolaner nach zwei deutschen Ballverlusten den Grundstein zum 78:78-Ausgleich und damit zur Verlängerung. Die bestimmte der clever agierende Afrikameister durch den früheren Kölner Gomes und den nicht zu stoppenden Cipriano, während es dem deutschen Spiel wie schon im vorherigen Verlauf der Partie an Disziplin fehlte. Bereits zu Beginn der Begegnung war den “Bauermännern“ anzumerken, dass mit der deutlichen Packung gegen Australien die Sicherheit abhanden gekommen war. Die Maßnahme, Harris zugunsten eines athletischeren Spiels für den im Turnier bislang glücklosen Benzing in die Startformation zu beordern, verpuffte, weil das Team insgesamt zu wenig aus seiner körperlichen Überlegenheit machte. Jagla rettete die Anfangsphase, indem er elf der ersten 15 deutschen Punkte markierte, doch seine Längenvorteile wie auch die eines Tibor Pleiß wusste man nur selten einzusetzen. Bauermann: Kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen Dreier von Schaffartzik, Schwethelm und Topscorer Jagla hielten die Deutschen über weite Strecken im Spiel, ehe die Hereinnahme von Staiger für den offensiv unglücklich agierenden Greene (0/7) sogar die Wende herbeiführte. Zwei Dreier des Berliners sorgten im Zuge eines 20:6-Laufs im letzten Viertel dafür, dass das DBB-Team zwischenzeitlich mit zehn Punkten in Führung lag. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, meinte Bauermann trotz des verspielten Vorsprungs, „sie hat gegen gute Angolaner, die das Selbstvertrauen aus dem Argentinien-Spiel aufs Feld gebracht haben, alles gegeben.“ Trotz der Enttäuschung über den verpassten Achtelfinaleinzug haben die deutschen Korbjäger am Donnerstag die Chance, die Weltmeisterschaft mit einem Sieg gegen Jordanien zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen und damit einen positiven Eindruck zu hinterlassen. SPORT1 überträgt die Partie ab 20.30 Uhr ebenso live wie zuvor das Duell um den Gruppensieg zwischen Argentinien und Serbien. Deutschland: Robin Benzing (ratiopharm Ulm), Demond Greene (FC Bayern München, 1), Steffen Hamann (FC Bayern München, 7), Elias Harris (Gonzaga University/USA), Jan-Hendrik Jagla (Asseco Prokom Gdynia/POL, 23), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 17), Tibor Pleiß (Brose Baskets, 2), Heiko Schaffartzik (Türk Telekom Ankara/TUR, 18), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 12), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 8) Alle Infos rund um das deutsche Team und die WM finden Sie unter www.turkey2010.fiba.com. |